Überzeugend, engagiert und zielstrebig

Stolz und freudestrahlend stand Helmut Lanio vor den Gästen. In der einen Hand der Eifel-Award der Zukunftsinitiative Eifel, der ihm vom Aachener Städteregionsrat Helmut Etschenberg überreicht wurde, in der anderen die passende Urkunde dazu. »Helmut Lanio ist unverwechselbar, ein cooler Typ und ein Familienmensch«, wie Etschenberg den 66-Jährigen beschrieb – und frankophil dazu als Liebhaber der Tour de France, von Korsika, Gauloises, Citroën und Lacoste-Poloshirts.
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Doch Lanio ist auch bescheiden. In seinem Dank machte der Kaller deutlich: Nicht er hat den Eifel-Award gewonnen. Es sei ihm viel mehr ein Herzensanliegen, den Preis stellvertretend für all seine Freunde, Mitstreiter und Mitarbeiter entgegenzunehmen, die in den gleichen Initiativen tätig sind wie er. Als Beispiel zog der 66-Jährige die Hilfsgruppe Eifel heran, deren Mitgründer er vor 23 Jahren war. »Allein die Hilfsgruppe besteht aus vielen Menschen und mit diesen werde ich diesen Preis teilen«, so Lanio weiter. Mehr als 300.000 Euro hat der Verein, der tumor- und leukämiekranke Kinder unterstützt, durch Spenden eingenommen. Mehr als 23.000 Menschen haben an Typisierungsaktionen teilgenommen und stehen als potenzielle Knochenmarkspender zur Verfügung. »Helmut Lanio ist ein Medienprofi«, sagte Etschenberg. Und Moderator Klaus Schäfer betonte, dass Lanio jemand sei, der »Druck gemacht« hat – beruflich und kulturell. 40 Jahre war er für das Medienhaus Weiss tätig.

Monschau Festival

Doch sein Lebenselixier sei, so Etschenberg, die Kultur. Und so gilt Lanio als Motor des »Monschau Festivals«, 2000 als »Monschau Klassik« gestartet. Jedes Jahr wird auf der Burg Klassik, Pop und Oper unter freiem Himmel gezeigt, Lanio ist von Anfang an dabei.

Lit.Eifel

Auch in Sachen Literatur ist der Kaller umtriebig. Er war einer der Mitgründer des Festivals »Lit.Eifel«, das seit 2013 zu Lesungen im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens einlädt und laut Etschenberg ein »sensationeller Erfolg« ist. In seiner Heimatgemeinde Kall engagiert sich der Preisträger außerdem als Vorstandsvorsitzender im Kuratorium der Stiftung Kloster Steinfeld für den Erhalt des Salvatorianer-Klosters und des dazugehörigen Hermann-Josef-Kolleg. »Helmut Lanio ist ein wertvoller Impulsgeber, ein wahrer Botschafter der Eifel-Region und der Beweis, was Überzeugung, Engagement und Zielstrebigkeit bewirken können«, betonte Helmut Etschenberg. »Ich freue mich für Helmut Lanio, diese Auszeichnung hat er absolut verdient. Er hat sich immer für die Eifel stark gemacht, vor allem in sozialen, kulturellen und schulischen Bereichen. Ganz klar: Wenn man über die Eifel spricht, dann kommt man an Helmut Lanio nicht vorbei. Dafür gebührt ihm großer Dank und ebenso große Anerkennung«, teilte Landrat Günter Rosenke mit.

Weitere Preisträger

Den Eifel-Award 2016 gewann außerdem Peter Nüesch, gebürtiger Schweizer, der von 2007 bis diesen Sommer Intendant der Burgfestspiele Mayen war, zu denen jährlich mehr als 30.000 Menschen pilgern. Eine weitere Auszeichnung ging an Francis Feidler, der 1993 mit Kunstliebhabern die VoG »Ikob – Internationales Kunstzentrum Ostbelgien« in Eupen gründete. Vierter Preisträger war Hans Nieder. Der Fotograf und Geschäftsmann aus Birresborn hat 2009 erstmals die Dauner Fototage veranstaltet, ein privat organisiertes mehrtägiges Fotografie-Festival mitten in der Eifel mit Strahlkraft über die Region hinaus.