Thomas Förster

Voller Ehrfurcht auf den Friedhof

Steckenborn. Arbeitskreis Dorfgeschichte Steckenborn hat historischen Spruch aufleben lassen

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Der  Arbeitskreis Dorfgeschichte Steckenborn möchte Geschichte erhalten und über den Ort aufklären. Nun wurde der historische Spruch  wieder in Erinnerung gerufen und an der Leichenhalle aufgebracht. Foto: Max Stollenwerk

Der Arbeitskreis Dorfgeschichte Steckenborn möchte Geschichte erhalten und über den Ort aufklären. Nun wurde der historische Spruch wieder in Erinnerung gerufen und an der Leichenhalle aufgebracht. Foto: Max Stollenwerk

Foto: Max Stollenwerk

Steckenborn (Ms). Wer aufmerksam über den Steckenborner Friedhof geht, der wird merken, dass sich etwas verändert hat. Denn in der eigentlichen Ruhestätte ist neues »Leben« eingekehrt. »Wir haben den historischen Spruch, der ehemals am Friedhofseingang zu sehen war, wieder aufleben lassen und ihn nun an der Fassade der Leichenhalle aufgebracht«, erklärt André Koll als Mitglied des Arbeitskreises sowie des Ortskartells Steckenborn. Er lautet: `Betritt in Ehrfurcht diesen Ort. Es ruhen unsere Leichen dort. Dann bete still: O Herr, gib Du ihren Seelen die ewige Ruh!`

Erst vor wenigen Wochen hat der Arbeitskreis Dorfgeschichte Steckenborn dort eine von drei Informationstafeln platziert, die über die Geschichte des Friedhofes aufklärt - zusätzlich auch an der Schule und am Kindergarten. Nun hat der Arbeitskreis bereits sein nächstes Projekt beendet.

Der Friedhof in seiner jetzigen Form sei im Jahre 1948 errichtet worden und sei dort viele Jahre lang an dessen Eingang platziert gewesen. Der Blick von André Koll schweift über den Friedhof: »Wo der Spruch seinen Ursprung oder wer ihn erfunden hat, das haben wir bisher noch nicht herausfinden können.« Aber besonders bei den älteren Dorfbewohnern komme dieser offenbar sehr gut an. »Wir interviewen immer wieder ältere Steckenborner, um die Historie des Ortes Steckenborn besser nachvollziehen zu können und damit kein Wissen verloren geht«, erklärt Koll. Ob der damalige Türbogen mit dem historischen Spruch 1972 im Rahmen der kommunalen Neugliederung oder schon beim Bau der Leichenhalle 1968 weggekommen sei, könne er nicht sagen, aber Fakt sei, dass er nun nach 74 Jahren erneut seinen Platz auf dem Friedhof gefunden habe. »Aus Sicht des Arbeitskreises Dorfgeschichte Steckenborn kann ich sagen, dass wir unser Ziel damit mehr als erreicht haben und ein weiteres Projekt beenden konnten«, bilanziert er.


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