Thomas Förster

Von Kniefällen und Liebesschlössern

Werner Cosler hat das »Heiligenhäuschen« an Roetgens Hauptstraße saniert

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Werner Cosler hat das »Heiligenhäuschen« gegenüber der Hauptstraße 89 in Roetgen saniert und ein Ziergeländer errichtet, wo »Liebesschlösser« angebracht werden können.

Werner Cosler hat das »Heiligenhäuschen« gegenüber der Hauptstraße 89 in Roetgen saniert und ein Ziergeländer errichtet, wo »Liebesschlösser« angebracht werden können.

Foto: Thomas Förster

Roetgen (Fö). Für Werner Cosler ist es der sichtbare Dank einer überstanden Krebserkrankung, für andere ein Ort des Betens und Innehaltens. Und für junge Menschen könnte es im besten Fall ein Ort der öffentlichen Liebesbekundung werden: Die Rede ist vom Heiligenhäuschen an der Roetgener Hauptstraße, eines der sieben so genannten »Kniefälle«, von denen noch vier existieren.

Werner Cosler hat das Heiligenhäuschen aufwändig saniert, das Mosaikrelief des bekannten Künstlers Hermann Pier restaurieren lassen und in der Gruft eine Madonna eben dieses Künstlers errichtet. Auch das Areal ringsum wurde hergerichtet - eine Buchenhecken, die im Halbkreis und in gebogener Form das Denkmal einrahmt, wurde gepflanzt und zur Straße hin ein Geländer errichtet. »Ich möchte auch junge Leute wieder mehr mit diesem Denkmal vertraut machen und so dem Kleinod neue Attraktivität und Akzeptanz schenken«, hofft Cosler. Daher sollen getreu dem großen Vorbild an der Hohenzollernbrücke in Köln »Liebesschlösser« am Ziergeländer angebracht werden. »Da mir der Rhein fehlt, können die Verliebten den Schlüssel in den Briefkasten werfen - vielleicht werde ich sie in den Gehwegplatten verewigen«, so Cosler.

Am Freitag, 13. Mai, wird um 17.45 Uhr das aufwändig restaurierte Heiligenhäuschen an der Hauptstraße gegenüber der Hausnummer 89 in einer kleinen Feier eingesegnet.

Um 18 Uhr findet dann in der nahegelegenen Marienkapelle Roetgen aus Anlass des Marienmonats eine Andacht statt. Mit Gebeten, Texten und Liedern soll der Gottesmutter gedacht werden.