Werbung in der Altstadt wird einheitlich

Wer ein Werbeschild aufstellen möchte, hat in Monschau künftig nicht mehr die Qual der Wahl: Hohe Qualität und Gleichheit prägen fortan das historische Stadtbild.
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Die Gewerbetreibenden Jochen Kaulard, (l.) Werner Maaßen (3.v.l.) und Lutz Schell (4.v.l.) sowie Ortsvorsteher Georg Kaulen (2.v.l.) und Wirtschaftsförderer Björn Schmitz (r.) setzen auf ein einheitliches Bild der Werbung in der Monschauer Altstadt. Foto: T. Förster

Die Gewerbetreibenden Jochen Kaulard, (l.) Werner Maaßen (3.v.l.) und Lutz Schell (4.v.l.) sowie Ortsvorsteher Georg Kaulen (2.v.l.) und Wirtschaftsförderer Björn Schmitz (r.) setzen auf ein einheitliches Bild der Werbung in der Monschauer Altstadt. Foto: T. Förster

Kleiderständer versperren den Weg auf dem Bürgersteig, Kartons und Körbe stehen im Weg, man läuft gegen Hinweistafeln – dies war der Monschauer Stadtverwaltung und dem Rat schon länger ein Graus. Und auch die Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmen (AMU) ist jetzt aktiv geworden und tritt dem bunten Schilderwald in der Altstadt entgegen. »Wir haben Aufsteller in den Größen DIN A1 und DIN A2 aus Alu und Stahl entwerfen lassen - versehen mit dem Logo, das unsere Besucher bereits von den Blumenkübeln kennen«, erklärt Lutz Schell, Betreiber des Hotel Horchem und einer der Initiatoren. Er selbst hat seinen Aufsteller an der Rurstraße bereits platziert - über 20 Bestellungen sind bei der Schlosserei Hermanns, die die schmucken Werbetafeln produziert, bislang eingegangen. Am 1. Januar 2011 traten die neue Werbesatzung für Privatflächen, die Sondernutzungssatzung für Werbung im öffentlichen Raum und das neu gefasste Ortsstatut in Kraft. »Das Aufstellen von Werbeanlagen, Warenständer-/auslagen sowie sonstige Gegenstände, die in gleicher Weise die Aufmerksamkeit auf den Betrieb lenken, ist verboten«, heißt es darin. Einige Geschäftsleute hielten sich an die neuen Verordnungen, andere sahen darin eine Beeinträchtigung ihrer geschäftlichen Möglichkeiten. Ohne Werbetafeln würde man ihren Laden im Vorbeigehen nicht wahrnehmen, meinten sie. Gleichwohl stellt Björn Schmitz, Wirtschaftsförderer der Stadt Monschau, fest: »Die Sondernutzungssatzung ist beschlossen und hat Gültigkeit.«

Heutiges Bild

Aktuell bietet sich in der Altstadt aber ein buntes Bild: Auf Fensterbänken werden Waren präsentiert wie Souvenirs und Accessoires. Kleidungsstücke hängen an Halterungen an der Fassade und kein Werbeschild gleicht dem anderen. Jedoch scheint man darauf zu achten, dass der Bürgersteig frei bleibt. Zumindest einheitlich soll sich die Werbung an den Geschäften und gastronomischen Betrieben präsentieren, stellt die AMU klar. Die entsprechenden Gremien des Monschauer Stadtrates haben der Vereinheitlichung zugestimmt. Rund 80 Gewerbetreibende gibt es in der Altstadt - da sei beim Verkauf der Werbetafeln noch Luft nach oben, erklärt Werner Maaßen Schließlich ist der Appell nicht nur an AMU-Mitglieder gerichtet. Die Stadt selbst geht mit gutem Beispiel voran und hat für das Aukloster und das Stadtarchiv die markanten Werbetafeln geordert.

Kontrolle

Sicherlich werde man eine Übergangsphase haben, so Björn Schmitz. Wenn aber alles in der Gestaltungssatzung festgehalten sei, werde auch überprüft und wenn nötig Bußgelder verhängt.
Das ist aber nicht die einzige Initiative der AMU, um das Stadtbild Monschaus attraktiv zu machen. Auch die Beflaggung zum Monschau Festival oder zum Weihnachtsmarkt wird von den Gewerbetreibenden finanziert. Wer eine oder mehrere Aufsteller für seine Werbung ordern möchte, kann sich bei der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmen melden. Kostenpunkt: etwa 200 Euro
Telefon: (0175) 842 55 40
Telefax: (0 24 72) 91 28 76
E-Mail: info@amu-monschau.de
www.amu-monschau.de