HSG Irmenach: "Es wartet noch viel Arbeit"

Kleinich.  Nach der ersten Ligapause äußert sich Matthias Kornes, Trainer und sportlicher Leiter der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch im Interview mit Christian Kurz vom Presseteam der HSG zur aktuellen Lage im Hunsrück.

Der Saisonstart hat bestens geklappt, zuletzt aber kam Sand ins Getriebe. Wie siehst Du den bisherigen Saisonverlauf?

Kornes: Die ersten Spiele haben wir uns vor allem erkämpft, haben aber auch spielerisch viel Gutes gezeigt.  Die beiden letzten Spiele sind dann nicht gut für uns gelaufen. In Bassenheim haben wir schlecht gespielt und uns am Schluss aufgegeben, das darf nicht passieren. In Welling sah das anders aus, da haben wir die Härte, mit der uns der TV begegnet ist, nicht zurückgeben können. Und zudem haben wir im Spiel durch die Verletzungen von Alex Weber und Nico Gedert zwei wichtige Spieler verloren.

 

Einen großen Favoriten macht man bislang in der Liga noch nicht aus, wie schätzt Du dort die Lage ein?

Kornes: Es zeigt sich, was alle erwartet haben - es gibt eine sehr ausgeglichene Liga. Das sieht man auch an Teams wie Bassenheim, die als Aufsteiger bislang alle Heimspiele gewonnen haben. Rechnet man ein, wie in dieser Liga agiert wird, wird am Ende der Erste der Klub sein, der am wenigsten Ausfälle hat und der zudem seine Heimspiele gewinnt und auswärts solide auftritt.

 

Seitens der Konkurrenz wurden auch wir immer wieder als Titelkandidat genannt.

Kornes: Das mag sein. Trifft aber aus meiner Sicht nicht zu. Wir haben eine gute Mannschaft - wie andere auch. Wir haben keine Waffen, über die nicht andere Teams nicht auch verfügen können. Wir müssen uns Erfolge hart erarbeiten - wie das auch bei den ersten vier Pflichtspielen der Fall war, die allesamt keine Kantersiege waren. Und zudem sind wir noch mitten in einer Umstrukturierung. Bis eine neue Abwehr greift, bis das Team so spielt, wie ich mir das vorstelle, das wird dauern, vielleicht noch über diese Spielzeit hinweg. Wir müssen die Kirche mal im Dorf lassen: auf uns wartet noch viel Arbeit.

 

Die Liga hat derzeit Pause, die HSG hat eine zweite Vorbereitung absolviert - wie verlief diese?

Kornes: Derzeit ist die Lage schwer. Uns fehlen aktuell die langzeitverletzten Manuel Schell nach seiner Schulter-OP, Lars Gerhardt nach seinem Bandscheibenvorfall sowie nun auch Alexander Weber mit einer Schulterverletzung. Zudem besteht bei Peter Kiesel der Verdacht auf ebenfalls einen Bandscheibenvorfall. Mit Timo Stoffel und Benjamin Dämgen hatten wir zudem zwei Kranke, Andreas Denzer plagt sich seit Wochen mit Magenproblemen herum - unser Kader ist bedrohlich geschrumpft.

 

Kann man da überhaupt von einer echten Vorbereitung sprechen?

Kornes: Natürlich trainieren wir. Allerdings sind die großgruppentaktischen Inhalte nur schwer umzusetzen. Schwerpunkte sind entsprechend Ausdauer, Athletik und individuelle Technik.

 

Wie erklärst Du dir die derzeitige Zahl an Verletzten?

Kornes: Das muss man bei jedem Spieler differenzieren. Es gibt Wettkampfverletzungen nach Fouls wie bei Weber genauso wie Verletzungen mit unbekannter Ursache. Die Beobachtung zeigt aber, dass wir ein spezielles Problem haben. Unsere Spieler sind allesamt meist körperlich im Beruf gefordert. Entsprechend hoch ist die Beanspruchung mit dreimal Training, Wettkampf und Job. Und umso wichtiger sind eine gute athletische Ausbildung, Grundlagenausdauer und Kraft sowie ausreichend Regeneration als Schutz gegen die Härte in der Liga.

 

Müsste man also nicht noch mehr trainieren?

Kornes: Da sind wir in einem Teufelskreis: Im Grunde müssen wir noch mehr, gerade im athletischen Bereich, trainieren, auch aufgrund der zusätzlichen Beanspruchungen der Spieler. Das aber können wir genau aus diesem Grund nicht, denn mehr Beanspruchung heißt, um nicht krank oder verletzt zu werden, auch immer mehr Regeneration und das können meine Jungs schlicht nicht erübrigen. Schon jetzt machen wir im Spieljahr rund 140 Umfänge - neben Arbeit und Familie.

 

Schauen wir voraus. Am Samstag, den 7. November kommt Bendorf. Wie sieht Du dem Spiel entgegen?

Kornes: Derzeit ist Bendorf noch ganz weit weg. Wäre das Spiel jetzt am Wochenende gewesen, wären wir nicht wettkampffähig. Wir werden aus der zweiten Mannschaft Spieler hoch ziehen. Und ich hoffe natürlich, dass sich unsere Personallage etwas bessert. Wir müssen also abwarten, was die nächsten Wochen bringen.

 

Termine:

Samstag, 7. November, 17.30 Uhr:  Hirtenfeldhalle: HSG IKH II - TV Bitburg II

Samstag, 7. November, 19.30 Uhr:  Hirtenfeldhalle:  HSG IKH I - TS Bendorf

 

Quelle: Presseinformation (PI) der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch gGmbH

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.