"Abgefahrene Masche": Amtsgericht verurteilt Autohändler wegen Betruges

Cochem. Er verkaufte seinen Kunden Autos und blieb ihnen die Auslieferung der Ware schuldig: Wegen des Betruges in sechs Fällen hat das Amtsgericht Cochem einen ehemaligen Autohausbetreiber zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Bereits vor einigen Jahren war der heute 41-Jährige zu einer mehrjährigen Haftstrafe, unter anderem wegen Untreue und Steuerhinterziehung, verurteilt worden. Nachdem er seine Strafe verbüßt hatte, gründete er ein Autohaus im Kreis Cochem-Zell.

Doch schon kurze Zeit später geriet das Unternehmen in finanzielle Schieflage. Der Kaufmann versuchte daraufhin an Geld zu kommen. Die Masche: Er bot Kunden gegen Vorauszahlungen teils hochpreisige Autos an. Zu einer Übergabe des Pkw oder der Fahrzeugpapiere kam es jedoch nie. Dabei soll ein Schaden von rund 50 000 Euro entstanden sein. Der Mann, der inzwischen in Hessen lebt, soll sich schließlich bei der Staatsanwaltschaft Koblenz selbst angezeigt haben.  

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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