"Bitterböse Geschichten"

Ernst. Wenn Krimi-Autor Ralf Kramp zu einer Lesung an die Mosel kommt, sind seine treuen Fans mit dabei. Dementsprechend sind seine regelmäßigen Auftritte im Hotel-Café Germania in Cochem immer sehr gut besucht. In diesem Jahr war die Location allerdings der Weingut-Garten von Peter und Annica Göbel in Ernst. Nicht die einzige Premiere...

Ralf Kramp las zum ersten Mal nach dem Corona-Lockdown und das dann auch noch Open-Air. "Als mich Herbert Budweg vom Hotel-Café Germania anrief, dachte ich er sagt die Lesung ab, aber er hatte diese tolle Idee. Das ist jetzt Spaß in Ernst", schwärmte der Krimi-Autor vom tollen Ambiente, die das Einhalten der Hygiene und Abstandsregeln ermöglichte. Die Gäste, die auf Wunsch mit dem Mosel-Wein-Express von Cochem aus transferiert wurden, teilten die Einschätzung und genossen Winzersekt, Wein und kulinarische Köstlichkeiten.

Unter anderem las Kramp aus dem neuen Buch "Das Campen ist des Mörders Lust". Seine Kurzgeschichte, "Herr Hopf macht Ferien", aus diesem Werk feierte in Ernst ebenfalls ihre Lesepremiere. Eine gewohnt "bitterböse" Geschichte, die seine Fans immer wieder zum Schmunzeln anregte. 

Kramps Blick auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen fällt erwartungsgemäß sehr zwiegespalten aus. "Die Muse zum Schreiben war nicht unbedingt da und viele Künstler müssen Angst haben ihr Publikum zu verlieren. Positiv ist, dass man vielleicht zu Dingen zurückfindet, die längst vergessen schienen. Dazu zählt auch die positiven Erfahrungen in kleineren Buchhandlungen. Hier wurden ganz tolle, kreative Ideen umgesetzt. Und bei mir in der Eifel ist auch ein großer Zuspruch an Urlaubern festzustellen", erzählt Kramp, der ein Zurück zu den Wurzeln konstatiert.

Foto: Pauly

 

 

 

 

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