Funklöcher sollen weg

Cochem. Neben der vollständigen Erschließung aller Ortschaften im Landkreis Cochem-Zell mit Glasfaser wird jetzt auch kräftig in eine Verbesserung des Mobilfunknetzes investiert. Zu diesem Zweck nahm Landrat Manfred Schnur gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Bleser einen Förderbescheid des Bundes in Höhe von rund 11,3 Millionen Euro entgegen.

Übergeben wurde der Förderbescheid von Norbert Schuldt, Leiter des Referats Breitbandförderung/Gigabit-Investitionsfonds des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur, und Tim Brauckmüller, Geschäftsführer von ateneKOM, welche das Breitbandbüro des Bundes betreibt. Mit dem Geld sollen nun unter anderem auch Glasfaserleitungen an noch zu errichtende Funkmasten gelegt werden. Dadurch soll eine erhebliche Verbesse-rung des Mobilfunks im Landkreis Cochem-Zell erreicht werden. 

Als bundesweit erster Landkreis hat Cochem-Zell bereits früh die Zeichen der Zeit erkannt und be-reits im Jahr 2011 gemeinsam mit den Verbandsgemeinden alle Gemeinden im Landkreis ein Private-Public-Partnership an die schnelle Datenautobahn mit mindestens 16 Mbit/s, in der Regel aber mit 50 Mbit/s und teilweise sogar mit bis zu 100 Mbit/s angeschlossen. Dabei konnten Randlagen in dem ersten Schritt nicht berücksichtigt werden. Daher hat sich der Landkreis im Februar 2016 zusammen mit allen Verbandsgemeinden, erfolgreich für die zweite Ausbaustufe des Breitbandförderprogrammes des Bundes beworben. Insgesamt sollen rund 19 Millionen Euro in die Breitbandinfrastruktur des Kreises investiert werden. Davon trägt der Bund 60 Prozent und 30 Prozent das Land im Rahmen der Kofinanzierung. Der endgültige Förderbescheid des Bundes liegt nunmehr vor. Der kommunale Eigenbetrag in Höhe von 1,9 Millionen Euro wird solidarisch von den vier Verbandsgemeinden und dem Landkreis zu je 20 Prozent übernommen.

Landrat Manfred Schnur freut sich über den Förderbescheid: "Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist im Zeitalter der Digitalisierung eine wesentliche Säule für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes. Nunmehr haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein im Landkreis Cochem-Zell erreicht, um unsere Gemeinden, Schulen und Unternehmen mit einer hochleistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auszustatten. Damit gehören weiße Flecken schon bald der Vergangenheit an."

Ein weiterer wichtiger Baustein sei in diesem Zusammenhang auch der Ausbau einer flächendeckenden Mobilfunkversorgung, um Funklöcher zu schließen und perspektivisch die sogenannten 5 G-Standards zu erfüllen. Im Rahmen der zweiten Ausbaustufe sollen rund 1.700 Anschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s versorgt werden. Dabei erhielten alle kreiseigenen Schulen und förderfähige Unternehmen einen direkten FTTH -Anschluss mit einer Versorgungsquote von mindestens 30 Mbit/s pro Klasse. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung des Digitalpakts. Über die Nacherschließungsmaßnahmen würden zudem die Voraussetzungen für einen flächendeckenden Mobilfunkausbau geschaffen.

Foto: ateneKOM/Florian Schuh

www.cochem-zell.de

 

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.