Impf-Unterstützung aus Cochem

Cochem. Im 24-Stunden-Impfzentrum der Bundeswehr im saarländischen Lebach sind zum Großteil Soldatinnen und Soldaten aus Cochem eingesetzt. Mit ihrer Hilfe konnte Mitte Mai bereits die 50.000. Impfdosis verabreicht werden.

Rund 40 Soldatinnen und Soldaten aus Cochem übernehmen im Impfzentrum Lebach zwei der drei Schichten. Im Rahmen der Amtshilfe sind Angehörige des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 als "Helfende Hände" in die Organisation rund um die Impfungen eingebunden. Sie unterstützen bei der Anmeldung und Betreuung der Impflinge und sorgen so für einen reibungslosen Ablauf. Angehörige des Sanitätsunterstützungszentrums Cochem übernehmen gemeinsam mit zusätzlichen Sanitätskräften die medizinische Beratung vor dem kleinen Pieks und das Spritzen des Impfstoffes.

Zu ihnen gehört auch Oberfeldarzt Oliver Wiß. Der gebürtige Cochemer ist Leiter des Sanitätsversorgungszentrums in Kastellaun, das dem Sanitätsunterstützungszentrum in Cochem unterstellt ist. In Lebach ist er der Ärztliche Leiter. Im Wechsel mit anderen ist er auch für die Organisation der Sanitätskräfte verantwortlich. Er muss im Zweifelsfall entscheiden, ob jemand geimpft werden kann oder nicht. "Uns wird von der Bevölkerung viel Wertschätzung entgegengebracht. Das gibt uns ein gutes Gefühl"; so Wiß. Die Menschen würden vor allem die gute Organisation und die Freundlichkeit des Personals schätzen. Ein beruhigendes und freundliches Wort hat Stabsunteroffizier Christina Claus für ihre Patienten immer parat, wenn jemand beim Anblick der Spritze nervös wird. "Wir erklären unseren Patienten hier alles genau und wollen ihnen die Angst vor der Spritze nehmen." Sie gehört in Lebach seit den Impfanfängen im Februar zum medizinischen Fachpersonal und verabreicht Impfdosen. Sonst ist sie im Sanitätsversorgungszentrum in Cochem für die Untersuchung von Soldatinnen und Soldaten zuständig.

Das Impfzentrum in der Graf-Haeseler-Kaserne in Lebach wird von der Bevölkerung gut angenommen. Rund um die Uhr wird hier gegen Corona geimpft. Nachts ist die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, genau so groß wie tagsüber. Egal ob 15 oder 5 Uhr - innerhalb von 24 Stunden werden knapp 1.000 Impfdosen verabreicht. Die Einrichtung gehört zum Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MSGFF) und wird von der Bundeswehr betrieben.

Foto: M. Euler

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