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Milde Strafen für Polizisten-Angreifer

Cochem. Drei Männer sind vor dem Amtsgericht Cochem für Gewalttaten in Hauroth verurteilt worden.

Ein brutaler Angriff auf Polizeibeamte im Eifelort Hauroth hatte am 14. Juli 2019 für überregionale Schlagzeilen gesorgt. Damals hatte eine Gruppe Polizeibeamte angegriffen, die versucht hatten, einen Autofahrer festzunehmen, der betrunken unterwegs war. Das Ganze eskalierte und endete erst, als einer der Beamten aus Todesangst einen Warnschuss abgab.

Vergangene Woche trafen sich Opfer und Täter vor dem Amtsgericht in Cochem. Drei Männer aus der Eifel waren angeklagt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der eingesetzte Beamte, der nach einer Rangelei bei der Festnahme auf den Boden stürzte und dann mit Flaschen beworfen wurde, schilderte seine Angst: "Ich dachte, wenn mich eine Flasche am Kopf trifft, bin ich entweder schwer verletzt oder tot." Aus Angst habe er dann geschossen. "Dann waren alle wie versteinert und es war alles still." Die Kugel aus der Polizeiwaffe traf keinen der Beteiligten. Anschließend konnten – mit Verstärkung von Polizeidienststellen aus Mayen und Daun – die aggressiven Männer festgenommen werden. Vor Gericht zeigten sie sich reumütig. "Es tut mir leid, ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen", murmelte der Hauptangeklagte mit gesenktem Kopf in Richtung des Polizeibeamten. Der reagierte cool: "Nach zwei Jahren denkbar spät. Das tun sie nur, um einer härteren Strafe zu entgegehen", konterte der Beamte und nahm die Entschuldigung nicht an.

Alle drei Angeklagten sind bereits – teils erheblich – vorbestraft. Unter anderem wegen Gewaltdelikten war einer der Angeklagten bereits in der Vergangenheit zu einer Freiheitsstrafe zur Bewährung verurteilt worden. Deshalb stellte sich Richter Alexander Fleckenstein die Frage, ob eine erneute Verurteilung erneut zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Das kann sie nach Meinung des Amtsrichters, denn die Männer hätten eine "günstige Sozialprognose". Für den Hauptangeklagten sprach der Richter ein Jahr und zehn Monate (Bewährungsauflage: 2.500 Euro Geldauflage) aus, für die beiden anderen ein Jahr und neun Monate (Geldauflage: 2.000 Euro) sowie ein Jahr und ein Monat (Geldauflage: 1.000 Euro). In die Urteile flossen zum Teil noch weitere Verurteilungen mit ein. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Foto: Archiv

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Kommentar von Susanne Fahrenkrog
Entschuldigen Sie bitte meine Entgleisung mit dem Du.
Ist eben so Sitte in den sozialen Medien.
Also wir können uns nicht beklagen wegen der Rente.
Man muss halt lange genug arbeiten auf Lohnsteuerkarte, dann klappt das schon.
Ich kann das Gejammer von manchen Menschen nicht mehr hören von wegen " ein Leben lang geschuftet und nur 400 Euro Rente"
In welchem Job, bitte sehr gelangt man nach vielen Jahren zu so wenig?
Dann hatt man wahrscheinlich immer nur Minijobs gemacht, oder garnicht erst eingezahlt.
Und meine Meinung hat mit resistent nix zu tun, ist nur meine Meinung.
Und jedem , dem es hier nicht gefällt, steht es frei, sich aufzumachen in schöne Länder....
Kommentar von Versteher
Schau an, Frau Fahrenkrog

Dann kann ich ihre Aussage nur dahingehend deuten, dass Sie solche Zustände, wie wir sie mittlerweile im Land haben, tolerieren! - Interessant, das lässt tief blicken! Jeder outet sich halt so gut, wie er kann!

Und ja, sehr gerne werde ich diesen Schritt tun. Ich muss nur noch die Rente abwarten. Der achso tolle Staat gönnt uns ja so ein enorm hohes Rentenniveau von 48%
Andere Länder um uns herum (die sich nicht "reiches Land" nennen), haben da etwas mehr für ihre arbeitende Bevölkerung übrig und liegen bei 100% Rentenniveau und sogar noch darüber! -

Na Frau. Fahrenkrog fällt nun der Groschen, dass hier bei uns vieles im Argen liegt!? - Aber ich denke eher nicht. Manche sind lernresistent bis in die letzte Zehenspitze!

P.S. Ich sende Ihnen auch gerne eine Postkarte aus meinem Wunschland :-)

Und ganz nebenbei, hatte ich Ihnen das "Du" angeboten!? Ich kann mich nicht erinnern. Das zeigt wiederum einmal mehr, die Kinderstube mancher Zeitgenossen.
Kommentar von Susanne Fahrenkrog
Dann musst du halt das Land verlassen.
Viel Glück und Erfolg in der Ferne. Und lass dir das Popcorn schmecken
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