Nein zu "Eltern-Taxis"

Cochem. "Am Tummelchen" in Cochem tummelt sich einiges: Die Zufahrt zum Schulzentrum am Schlossberg ist vor dem Schulbeginn und zum Schulschluss ein verkehrstechnisches Nadelöhr. Eine Mitschuld an dieser Situation haben, so die Protagonisten einer "Protestaktion", die "Eltern-Taxis" von und zur Schule.

Was passiert, wenn morgens oder mittags ein Notfall am Schulzentrum in der Oberstadt den Einsatz von Rettungskräften notwendig macht? Im Zweifel bleiben die Einsatzfahrzeuge in einem Stau in der Straße "Am Tummelchen" stecken, denn je nach Tageszeit geht dort gar nichts mehr, wenn "Eltern-Taxis" die Straße verstopfen.

"Bis Anfang 2016 gab es kein Notfallkonzept für den Schlossberg. Nach einem Runden Tisch von Kreis, Verbandsgemeinde, Stadt und den Schulen ist das zwar jetzt der Fall, aber die Verkehrsproblematik gibt es immer noch", erläutert Gero Meyer vom Schulelternbeirat des Gymnasiums, in der Hoffnung, dass die von den Schülerinnen und Schülern der 7c gestalteten Aktion gegen die "Eltern-Taxis" auf Resonanz trifft.

Im Januar des Jahres wurden zwischen 6.45 und 7.45 Uhr insgesamt 250 an- und 150 abfahrende Pkw am Schulzentrum gezählt und das bei rund 1.300 Schülerinnen und Schülern, die das Martin-von-Cochem-Gymnasium und die Realschule plus besuchen. Eine Zahl, die zeigt, dass ein Notfall bei verstopfter Zufahrt prekär wäre. "Wir hoffen, dass die Eltern maximal bis zur Einmündung am ,Tummelchen‘ fahren. Damit wäre die Lage etwas entspannter", so Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz, der auch die Einsatzzeiten der Taxibusse, die an den Schulen vorbei zur Reichsburg fahren, weiter optimieren will. Zudem sei die Erneuerung der "Stadtwaldlinie" für ein Gesamtkonzept unverzichtbar.

Foto: Pauly

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