Polizei sucht feigen Kinderhasser

"Es bestand Gefahr für Leib und Leben der Kinder.«

Cochem. Unbekannter hat auf städtischem Spielplatz Kinderspielgeräte manipuliert. Cochems Stadtbürgermeister Walter Schmitz ist entrüstet und bittet Bevölkerung umd Mithilfe.

Von Mario Zender

Was alles hätte passieren können, will sich keiner ausdenken: Vergangene Woche wurden bei einer Routinekontrolle auf dem öffentlichen Kinderspielplatz in der Jahnstraße Manipulationen an mehreren Spielgeräten festgestellt.
Cochems Stadtbürgermeister Walter Schmitz: »Es wurden Seile angeschnitten und Sicherungsschrauben gelöst. Die Kinder haben die Geräte guten Gewissens genutzt. Nur durch einen Zufall ist nichts passiert. Es bestand Gefahr für Leib und Leben«. Sofort nachdem die Manipulationen festgestellt worden waren, habe der städtische Bauhof den Spielplatz gesperrt, beschädigte Geräte seien entfernt oder repariert worden, bestätigt Bauhofleiter Uwe Schaaf. Erst nach einer intensiven Prüfung sei der Spielplatz wieder freigegeben worden. Nach Angaben von Stadtbürgermeister Schmitz gilt aber weiterhin besondere Vorsicht. »Wir müssen nun darauf achten, dass so etwas nicht erneut passiert. Deshalb werden die Spielgeräte seit dieser Woche noch öfter von Mitarbeitern des städtischen Bauhofes kontrolliert«, so Schmitz gegenüber dem WochenSpiegel. Außerdem seien die Erzieherinnen des angrenzenden Kindergartens angewiesen worden, bei jedem Besuch des Spielplatzes zu kontrollieren, ob nicht noch einmal solch gefährliche Manipulationen vorgenommen worden seien. Die Stadt hat zudem Anzeige bei der Polizei Cochem erstattet. Polizeihauptkommissar Dirk Pauly hat vor Ort Spuren gesichert. »Wir ermitteln gegen unbekannt wegen Sachbeschädigung.« Auf dem Spielplatz wurde entsprechende Spuren gesichert. Der Täter hat sich auf seine Tat offenbar gut vorbereitet. Die Schrauben an den Spielgeräten können nicht mit der Hand aufgedreht werden. Die Verschraubungen sind nochmal mit einer Spezialschraube gesichert. Um diese zu öffnen muss der Unbekannte Werkzeug mitgeführt haben. Dies spricht für Vorsatz und nicht für eine Spontantat.
Walter Schmitz ist es nach eigenen Angaben unverständlich, dass ein solcher Spielplatz, der mit »viel Aufwand und Engagement errichtet worden« sei und »für Kinder ein kleines Paradies« darstelle, mutwillig zerstört werde. Dazu sei noch, so der Stadtchef, die Gefährdung der Kinder für Leib und Leben in Kauf genommen worden.
Walter Schmitz: »Wir hoffen nun auch auf die Unterstützung aus der Bevölkerung, insbesondere von denen, die sich hier in dem Bereich bewegen beziehungsweise wohnen. Diese Cochemer bitten wir, ein Auge darauf zu werfen, wer sich insbesondere abends oder nachts hier rumtreibt.« Siehe auch: Video-Interview mit Stadtbürgermeister Schmitz.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.