Smartes Wohnen im Alter

Cochem. Die Menschen wollen im Alter so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung wohnen. Das ist auf dem Land aus Mobiltätsgründen oftmals schwieriger als in der Stadt. Im Landkreis Cochem-Zell soll das jetzt mit dem Projekt "Smartes Wohnen im Alter" erleichtert werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützt das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) mit rund 168.000 Euro. Einen entsprechenden Förderbescheid übergab jetzt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner an Landrat Manfred Schnur.

Einkaufen, Arztbesuche oder einfach die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben; für ältere in der Mobilität eingeschränkte Menschen ist das auf dem Land oft ein großes Problem. Mit Hilfe einer leicht bedienbaren App soll hier eine Hilfestellung gegeben werden, die die Bedürfnisse der Menschen und der Anbieter - beispielsweise des ÖPNV - zusammengeführen. "Das gehört zur regionalen Daseinsvorsorge", so Julia Klöckner. Insgesamt fließen aus dem BULE-Programm bundesweit rund zehn Millionen Euro in 60 Projekte. Man müsse, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Bleser, den Nachteilen der ländlichen Region mit intelligenten Lösungen begegnen. Das sei so eine, die letztlich auch für die Ferienregion hilfreich sein könne.

Das Projekt soll ab dem 1. Juli diesen Jahres in vier Phasen umgesetzt werden. Zunächst soll der konkrete Bedarf ermittelt werden, um dann eine virtuelle Plattform einzurichten. Anschließend sollen die Lösungen getestet und das Projekt verstetigt werden. "Pilotregion" ist die Verbandsgemeinde Cochem, die mit drei Gemeinden an dem Projekt teilnimmt.

Foto: Pauly

www.bmel.de

 

 

 

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