Weniger Arbeitslose im Landkreis

Cochem. Der regionale Arbeitsmarkt zeigte im Juni zaghafte Anzeichen von Entspannung. So weist die Statistik für den Landkreis Cochem-Zell zum Monatsende 1.331 arbeitslose Menschen aus, das sind 149 weniger als im Mai, aber 432 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt somit Ende Juni bei 3,9 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit im SGB III (Arbeitsagentur) ging seit April um 146 auf 631 zurück. Im SBG II (Jobcen-ter, "Hartz IV") sank sie hingegen lediglich um drei auf nun 700. Vor einem Jahr waren im SGB III 198 und im SGB II 234 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.

Offene Stellen

Auch beim Stellenmarkt scheint der größte Einbruch zumindest vorläufig überwunden. So wurden dem Arbeitgeberservice im Juni 120 neue Stellen gemeldet – 43 mehr als im Mai. Insgesamt registrieren die Statistiker der Arbeitsagentur damit derzeit im Landkreis 411 offene Arbeitsstellen. Das sind 169 weniger als vor einem Jahr.

Kurzarbeit

Nach wie vor spielt die Kurzarbeit in der Corona-Krise am Arbeitsmarkt eine herausragende Rolle. In den letzten vier Wochen zeigten acht Betriebe für 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kurzarbeit an – im Mai waren es noch 60 Betriebe und 728 Personen. Insgesamt gab es seit Anfang April Anzeigen für 6.972 Beschäftigte aus der Region. Da mit einer solchen Anzeige lediglich die Möglichkeit geschaffen wird, Kurzarbeit zu nutzen, ist dies jedoch nur ein Indiz dafür, wie viele Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Unterstützung tatsächlich nutzen. Klarheit wird es erst mit Verzögerung geben, da die Abrechnung im Nachhinein erfolgt und die Unternehmen bis zu drei Monate Zeit haben, ihre Unterlagen bei der Arbeitsagentur einzureichen.

Lehrstellen

Seit Oktober vergangenen Jahres wurden 124 Lehrstellen weniger gemeldet als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, während die Zahl der ratsuchenden Jugendlichen nahezu gleichblieb. Trotzdem gibt es Ende Juni mehr unbesetzte Lehrstellen (190) als unversorgte Bewerber (123). Statistisch betrachtet kommen damit 1,5 Stellen auf einen Bewerber.

Symbolfoto: Archiv

www.arbeitsagentur.de

 

 

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