Protestaktion: Hotel-Mitarbeiter "präsentieren" ihren Unmut

Ellenz. Auch im Kreis Cochem-Zell beteiligen sich Gastronomen an der bundesweiten Aktion „Leere Stühle“. Im Moselort Ellenz-Poltersdorf haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hotels „Ellenzer Goldbäumchen“ am Straßenrand protestiert. Sie möchten damit die Forderung nach einer raschen Festlegung eines Datums für eine Wiedereröffnung ihrer Betriebe, für die Aufstockung und Ausweitung der Soforthilfen sowie steuerliche Erleichterungen unterstreichen. Durch die Zwangsschließung geraten viele Betriebe in Existenznöte. Das Hotel „Ellenzer Goldbäumchen“ hat seit dem 19. März komplett geschlossen. Betriebsleiter Mirko Kraemer: „Wir haben alle 15 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Dadurch, dass keine Touristen kommen, können wir auch keinen Straßenverkauf machen.“ Wann es endlich wieder losgehen kann, weiß auch Mirko Kraemer noch nicht genau: „Realistisch gehen wir von Pfingsten aus. Wir hoffen von Woche zu Woche.“ Um auf die katastrophale Situation der Betriebe aufmerksam zu machen, hat sich auch das Ellenz-Poltersdorfer Hotel dazu entschlossen, bei der Aktion „Leere Stühle“ teilzunehmen. „Geplant ist, dass wir das hier jeden Freitag machen. Bis sich endlich etwas für die Betriebe tut“. Foto/Video:ZenderAuch im Kreis Cochem-Zell beteiligen sich Gastronomen an der bundesweiten Aktion „Leere Stühle“. Im Moselort Ellenz-Poltersdorf haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hotels „Ellenzer Goldbäumchen“ am Straßenrand protestiert. Sie möchten…

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Lernen und Forschen mit Bienen

Cochem. Schülerinnen und Schüler des Martin-von-Cochem-Gymnasiums werden Teil eines deutschlandweiten Forschungsprojektes an Bienenstöcken: 2019 hat sich die Schule für das Forschungsprojekt we4bee beworben und gewonnen. Nun ist es soweit: Es wurde ein mit Hightech-Sensorik ausgestattetes Bienenhaus als Dauerleihgabe in Cochem aufgestellt. Der Imker Johannes Pellio aus Lutzerath hat ein Bienenvolk für die jungen Forscher gestiftet. In dieser Woche ist das Bienenvolk eingezogen und die Forschungsarbeit startet trotz Corona. Sensoren übermitteln Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Gewicht, Schall/Vibration und Feinstaubbelastung via Internet. "Mithilfe von BigData-Analytik sowie Machine Learning-Verfahren können möglicherweise neben dem imkerlichen Handlungsbedarf (z.B. Zufütterungszeitpunkt, Schwarmzeitpunkt, Feststellung des Brutzustands) auch anhand gleichzeitig erfasster Wetterdaten Umweltereignisse (z.B. Unwetter, Trockenperioden) prognostiziert werden! Weiterhin ist durch den deutschlandweiten Einsatz von mehr als einhundert solcher Bienenhäuser die Erfassung großer Datenmuster möglich. So geht mithilfe des Citizen Science Ansatzes Unterricht und wissenschaftliche Forschung Hand in Hand.", beschreibt der Biologielehrer Dr. Bähner die Möglichkeiten des Projekts. "Ziel des Projekts ist ein technikassoziierter spannender und praxisnaher Unterricht, der gleichzeitig unser Wissen über die Honigbiene und deren Bedeutung für unser Ökosystem mehrt", informiert Schulleiterin Michaela Maria Koch. Als Teil eines großen Netzwerks können Schülerinnen und Schüler durch die Erhebung relevanter Daten einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Analyse des Zustands eines Bienenvolkes als Gradmesser für eine lebenswerte Umwelt leisten. Bienen bestäuben nämlich 80% aller Nutz- und Wildpflanzen und haben damit einen weltweiten ökonomischen Nutzen von 256 Milliarden Euro. Jedoch werden Honigbienen, ebenso wie andere Insekten auch, von einer Vielzahl an Umwelteinflüssen bedroht. Dazu gehören die Varroamilbe, sowie der Einsatz von Neonicotinoiden im Pflanzenschutz. Dabei sticht die Honigbiene wegen ihrer enormen Bedeutung für Ökosysteme und die Sicherung der menschlichen Nahrungsquellen hervor. Die Datenerhebung soll dabei helfen, das Verhalten und die Bedürfnisse der Honigbiene besser zu verstehen. Damit sollen langfristig die Lebensräume der Biene, die zugleich auch die Heimat einer immensen Diversität von Tier- und Pflanzenarten sind, gesichert werden. Darüber hinaus wird den Schülern Einblick in die faszinierende Welt der Computer- und Hightech-Umweltsensoren geboten. Alle deutschlandweit gesammelten Daten werden selbstverständlich aufbereitet und der Allgemeinheit zur Weiterverwendung zugänglich gemacht, sie können privat oder für den Unterricht mit der we4bee-App abgerufen werden. Live kann man das ganze unter https://analytics.we4bee.org/#/5def99e4c4649f0001b850e7 verfolgen. Schülerinnen und Schüler des Martin-von-Cochem-Gymnasiums werden Teil eines deutschlandweiten Forschungsprojektes an Bienenstöcken: 2019 hat sich die Schule für das Forschungsprojekt we4bee beworben und gewonnen. Nun ist es soweit: Es wurde ein mit…

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