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"Mehr als nur ein Schild"

Kaisersesch. Der Wald macht keinen Unterschied zwischen Einheimischen und Migranten.

Gemeinsam mit den Forstämtern Cochem und Zell sowie den Landesforsten sind im Rahmen eines Projektes – als Alternative zum 2020 geplanten Integrationsfest "Mosaik der Kulturen" – "Wald-Eingangsschilder" erarbeitet worden. Eines wurde jetzt an der Martinshütte im Stadtwald von Kaisersesch aufgestellt. Das Schild verdeutlicht die Leistungen und Probleme des Waldes, wenn es um Klima- und Umweltschutz geht. Damit diese Botschaft ankommt, wird darüber in insgesamt sechs Sprachen informiert.

Für Revierförster Markus Brengmann ist es mehr als "nur ein Schild". "Unser Wald steht vor massiven Veränderungen. Alleine in diesem Revier sind mehr als 1.000 Bäume vom Borkenkäfer geschädigt. Dazu gehören mittlerweile auch Buchen", so Brengmann, der trotz aller negativer Tendenzen den Wald auch als Lösung vieler Probleme sieht. "Er ist und bleibt ein CO2-Senker und Holz kann und soll auch Stahl und Plastik als Baustoff ersetzen, um gegen den Klimawandel aktiv zu sein", führte der Experte an. Dazu gehöre auch das Zulassen von Urwald. Darüber hinaus müsse man sich über die Integration von "fremdländischen Baumarten" Gedanken machen, die für die zukünftigen klimatischen Anforderungen besser geeignet sind. Deshalb wurde im Rahmen der Veranstaltung auch ein Gingko-Baum gepflanzt. "In Japan steht der Baum auch dafür, dass er Feuer und Unheil abhalten soll", erklärte Bregmann. Im Rahmen der »Interkulturellen Woche 2021« sind im Forstrevier Zell weitere Integrationsprojekte im Wald geplant.

Fotos: Pauly

www.wald-rlp.de

www.cochem-zell.de

 

 

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Kommentar von Hansi Hammes
Na da pflanzen wir doch gleich neben dem Gingkobaum noch einen Riesenbärenklau. Alles für die Interation!