"Sommernachtstheaterchen" begeisterte

Kaisersesch. Mit der Satirerevue "Mit Abstand das Beste..." setzte die Freilichtbühne am schiefen Turm mehrere Zeichen in der gerade für Kulturveranstaltungen schwierigen Corona-Zeit. Neben der Kreativität ein coronataugliches Programm binnen weniger Wochen auf die Beine zu stellen, zeigten die Kaisersescher Theatermacher, dass sie sich vom Virus nicht in die Knie zwingen lassen.

Statt "In 80 Tagen um die Welt" ging es quer durch die deutsche Lyrik - von Ringelnatz, Morgenstern über Kästner bis hin zu Goethe - und Sketche bekannter Humoristen und aus eigener Feder. 90 Minuten, die das Publikum begeisterten.

Unter anderem sinnierte ein "stinknormaler Grippevirus" über die "bucklige Corona-Verwandschaft", die die gute, alte Grippe-Familie in ihrer Ausbreitung und Wirkung in "Ischgl, an der Mosel und auf Malle" in den Schatten stellt. "Im nächsten Leben werd ich Fußpilz. Da weiß man was man hat", so der frustrierte Grippevirus.

Moderiert wurde die Revue von Maria Oster, Vorsitzende der Freilichtbühne am schiefen Turm, und dem 2. Vorsitzenden Otto Krechel. Beide verwiesen auf die Herausforderungen, denen sich der 155 Mitglieder zählende Theaterverein in Corona-Zeiten stellen muss. Ein Freundeskreis soll deshalb in Zukunft wirtschaftliche und ideele Unterstützung geben. Mehr zum Freundeskreis auf der Homepage www.theater-kaisersesch.de

Übrigens: allle sechs Vorstellungen waren binnen eines Tages ausverkauft. Da die Hygiene- und Abstandsauflagen eingehalten werden müssen, sind nur etwas mehr als 30 Besucherinnen und Besucher zugelassen.

Fotos: Pauly

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