1 Kommentar

Was kommt nach dem Freischneiden?

Kaisersesch. Seit der Flutkatastrophe an der Ahr und in der Eifel wird eine Reaktivierung der Eifelquerbahn zwischen Kaisersesch und Gerolstein wieder deutlich intensiver diskutiert als zuletzt.

Kaisersesch. Wurden entsprechende Überlegungen zur Nutzung der Eifelquerbahn anfangs noch von Vertretern des DB-Konzerns zurückgewiesen, erklärte man nur wenige Wochen später gegenüber dem Eifelquerbahn Verein, genau dies nun zu prüfen. Zu den weiteren Plänen wolle man sich allerdings erste Ende Oktober äußern, so die Pressestelle der DB, nachdem der Eifelquerbahn Verein am 22. September über den unmittelbar bevorstehenden Beginn der Arbeiten zum Freischnitt der Strecke berichtete.

Auch wenn es bisher keine offizielle Bestätigung von Seiten der DB gibt, liefen bereits seit gut drei Wochen die Arbeiten zum Freischnitt der Trasse der Eifelquerbahn. Im Auftrag der DB Fahrwegdienste GmbH, einer Tochterfirma der DB Netz AG, werde, so der Verein Eifelquerbahn, der gut 50 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Kaisersesch und Gerolstein aktuell freigeschnitten. Mit überwiegend leichtem Gerät seien von Kaisersesch aus in Richtung Westen bisher gut zweieinhalb Kilometer wieder befahrbar gemacht worden. "Wo bisher dichter Bewuchs und umgestürzte Bäume ein Durchkommen verhinderten, sieht die Strecke nun wieder so aus, als ob hier jeden Moment ein Zug kommen könnte", so Valentin Michels, stellvertretender Vorsitzender des Eifelquerbahn-Vereins. Allerdings sei das eingestzte Gerät suboptimal gewesen und es habe auch Schäden gegeben. "Als wir von Vereinsseite vor mittlerweile zwei Jahren die DB Netz AG um eine Erlaubnis zum behutsamen Streckenfreischnitt in Handarbeit angefragt haben, wurde diese Anfrage durch das Vorstandsmitglied Jens Bergmann mit Verweis auf die ausschließliche Vergabe solcher Arbeiten an präqualifizierte Unternehmen abgewiesen. Das bisherige Ergebnis lässt hieran doch erheblich zweifeln. Dabei haben wir den zuständigen Stellen der DB Netz AG bereits vor einigen Wochen ein uns vorliegendes Angebot eines qualifizierten Unternehmens zum Stre-ckenfreischnitt mit Hilfe eines 2-Wege-Fahrzeugs übermittelt", so der Vorsitzende des Vereins, Jens Wießner.

Nachdem nun auch die neuen Schäden dokumentiert waren, wurde hierüber unter anderem die Vulkan-Eifel-Bahn als direkt betroffenes Unternehmen in Kenntnis gesetzt, welche sich daraufhin an die DB Netz AG gewandt hat. Dort scheint man umgehend reagiert zu haben, denn schon am Sonntagmorgen war anstatt des Raupenbaggers nun ein 2-Wege-Bagger an der Strecke anzutreffen.

Foto: Eifelquerbahn e.V.

www.eifelquerbahn.com

 

 

Artikel kommentieren

Kommentar von Ureifler
um die Strecke wieder in Betrieb zu nehmen, bedarf es mehr als nur Freischneiden. Mich verwundert, das dieser Punkt einen so breiten Raum in dem Artikel einnimmt.
Gibt es Untersuchungen über das zu erwartenden Fahrgastaufkommen?
Meine persönliche Meinung: Das wird nichts und es ist gut so.