Bunker-Prozess wegen Corona unterbrochen

Ergänzungsschöffe hatte Kontakt mit Corona-Infizierten

Der Mammutprozess vor dem Trierer Landgericht gegen acht Angeklagte im Zusammenhang mit dem sogenannten „Cyberunker“ von Traben-Trarbach wurde heute unterbrochen. Grund: Ein Ergänzungsschöffe in dem Verfahren hatte direkten Kontakt mit einem Corona-Infizierten. Deshalb seien, so teilte das Landgericht mit, die für heute und kommenden Montag terminierten Sitzungen aufgehoben worden. Voraussichtlich ab nächster Woche Donnerstag soll der Prozess wieder normal fortgeführt werden. Eigentlich hätte heute der "Manager" des Cyberbunkers in Traben-Trarbach seine Aussage fortsetzen sollen. Er hatte bereits an mehreren Verhandlungstagen detailreich erläutert, wie es in dem unterirdischen Bunkeranlage ablief.
Angeklagt sind in dem Verfahren, das bis Ende 2021 terminiert ist, vier Niederländer (25/34/50/60), drei Deutsche (21/24/53) und ein Bulgare (40). Die 8-köpfige Bande soll in einem Ex-Nato-Bunker in Traben-Trarbach jahrelang ein illegales Rechenzentrum für kriminelle Geschäfte betrieben haben. 

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