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Stornieren statt buchen

Karden. Im Normalfall würden jetzt die "schönsten Wochen" des Jahres anstehen. In Zeiten der Corona-Pandemie fällt aber vorerst der Urlaub aus. Für Reisebüro-Inhaber wie Florian Hartmann ist das der schlimmste anzunehmende Fall, denn das Virus gefährdet die Geschäftsgrundlage und damit das Unternehmen.

Seit Anfang März sind Stornierungen von Urlaubsreisen das Geschäft von Florian Hartmann und seinen Mitarbeiterinnen im Reisebüro Herberholz in Karden. Zudem galt und gilt es noch im Ausland gestrandete Urlauber zurück nach Deutschland zu holen. Dass Rückkehrer an deutschen Flughäfen bis vor kurzem einfach auschecken konnten, ohne dass vorher die Körpertemperatur gemessen wurde, verstört den Reisebüro-Inhaber zudem auch.

"Schieben statt stornieren" ist Wunschdenken

"Schlimmer geht es nicht", fasst Hartmann die aktuelle Situation in einem Satz zusammen. Seine Beschreibung kann leicht nachvollzogen werden. Für Reisen, die beispielsweise im Herbst vergangenen Jahres gebucht wurden und jetzt aufgrund von Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie nicht angetreten werden können, wurden Provisionen der Veranstalter gezahlt, die jetzt wieder zurückgezahlt werden müssen. "Wir haben unsere Leistung erbracht und mit diesem Geld wurden der Geschäftsbetrieb und die Gehälter finanziert", schildert Hartmann die Lage, die sich wegen fehlender Buchungen zumindest kurzfristig nicht verbessern wird. "Schieben statt stornieren ist ein Wunschdenken und im Moment können wir auch guten Gewissens keine Reisen verkaufen. Keiner weiß halt, wann wieder gereist werden kann", beschreibt der Reise-Experte das Dilemma der Branche.

Es bleibt nur die Hoffnung

Ob und wie Veranstalter und Airlines aus der Krise kommen, hat er zwar ebenfalls auf dem Schirm, aber auch das ist im Moment alles reine Spekulation. So bleibt Florian Hartmann, wie der gesamten Branche, nur die Hoffnung, dass sich die Lage wieder in Richtung Normalität entwickelt und die Kundinnen und Kunden den Einsatz der Reisebüros vor Ort honorieren: "Wir helfen euch in der Krise. Bitte helft uns nach der Krise!"

Foto: privat

www.reisebuero-herberholz.de

 

 

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Kommentar von Sascha Berkele
Wir überstehen das mein Freund!
Ich meine Aussichtslose Situation im Krankenhaus und die als bester Reisedienstleister den wir alle überhaupt kennen!
Und wenn der ganze Mist einen guten Weg einschlägt sind wir alle ein Team, nicht nur auf dem Fußballplatz in Binningen!

Drücke dir die Daumen Trainer!