Ministerin besuchte die Diensthundeschule

Ulmen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr in der Gräfin-von-Maltzan-Kaserne in Ulmen besucht. Ein Schwerpunkt des Besuchstermins war das Forschungsprojekt, ob Hunde anhand einer Speichelprobe eine Covid-19-Erkrankung identifizieren können.

Im Rahmen von Vorführungen erhielt die Verteidigungsministerin einen Einblick in die Arbeit des in der Bundeswehr einzigartigen Truppenteils. Zudem lernte Annegret Kramp-Karrenbauer die Diensthundeklinik kennen. Darüber hinaus wurde sie auch über das aktuelle Forschungsprojekt der Schule, das Erkennen von Corona-Infizierten Menschen durch Diensthunde informiert, das sie in Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule Hannovervon vorantreibt. Das Prinzip ist relativ einfach mit der die insgesamt acht Hunde an die Aufgabe herangeführt werden: Erkennt der Hund den infizierten Speichel, erhält er eine Belohnung. Das alles geht in Sekundenschnelle. "Die erste Phase ist erfolgreich absolviert. Die Hunde konnten relativ schnell den Speichel mit einem inaktiven Virus identifizieren. Nach rund zwei Wochen spielerischer Heranführung reichte eine Woche Training. Letztlich ist es ein Duftcocktail befallener Zellen, den die Hunde erschnüffeln können. Die Trefferquote liegt bei hervorragenden 96 Prozent", so Dr. Esther Schalke, Oberstabsveterinär und Fachtierärztin für Tierverhalten, die das Projekt leitet.

In einer zweiten Phase wird jetzt getestet, ob die Hunde den Corona-Virus von einem normalen Influenza-Virus unterscheiden können. Danach könnte mit aktiven Virusmaterial getestet werden. Hier sollte aber zunächst das Infektionsrisiko für Hunde und Hundeführer ausgeschlossen werden. "Die ersten Ergebnisse sind sehr positiv. Wo und in welchem Maße die Hunde eingesetzt werden können, steht allerdings erst ganz am Ende des Projekts. Hier werden erst die Grundlagen gelegt", so Annegret Kramp-Karrenbauer.

Foto: Pauly

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