Bullay und die Bananenstauden

Bullay. Wer an Bananenanbau in Europa denkt, der wird vielleicht auf den Kanarischen Inseln fündig. Dass die exotischen Früchte – trotz fortschreitenden Klimawandels – an der Mosel wachsen, ist noch nicht bekannt. Aber, wer weiß? In Bullay könnte es bald soweit sein.

In Bullay haben Jan van Klaveren und seine Lebensgefährtin Ina Angnoe haben zwar keinen Feldversuch gestartet, aber sie nannten in ihrer Heimat Holland bereits zwei kleine, etwa ein Meter große Bananenstauden ihr eigen. Diese haben sie mit an die Mosel gebracht, als sie im vergangenen Jahr im April nach Bullay umgezogen sind. "Eigentlich hatten wir nicht gedacht, dass die nicht besonders winterharten Pflanzen im kalten Deutschland überleben können. Doch inzwischen sind die Pflanzen schon rund 3,50 Meter groß", erzählen sie nicht ohne Stolz. Die exotische Pflanze ist auch nicht unentdeckt geblieben. "Viele Leute halten erstaunt an und fotografieren die Bananenstauden", lacht Jan van Klaveren mit Blick auf das ungewöhnliche Fotomotiv. Im Winter werden sie die Pflanzen mit Laub zudecken, um die schlimmste Kälte abzuwehren. Sie hoffen sogar schon nächstes Jahr Bananen ernten zu können, was in Deutschland "wirklich erstaunlich wäre". Die beiden Neu-Bullayer haben eindeutig einen "Grünen Daumen", denn sie nennen auch einem großen wunderschönen Garten ihr Eigen in dem alles blüht, grünt und wächst – von verschiedenen Gemüsesorten und Blumen in voller Pracht.

Foto: Christina Schmidt

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