Die Therme nimmt Fahrt auf

Bad Bertrich. Die Vulkaneifel Therme in Bad Bertrich hat im Mai ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert – wobei mit Feiern war es in Zeiten des Corona-Lockdowns nicht weit her.

Am 10. Juni endete der coronabedingte Lockdown für die Vulkaneifel Therme. Mit der Wiedereröffnung war und ist aber längst noch nicht die Normalität zurückgekehrt. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher erreichte im ersten Monat mit circa 7.100 Gästen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur rund 65 Prozent.

Keine Zahlen, die zum Jubeln verleiten, aber es gebe ein differenziertes Bild, das in Teilbereichen durchaus zu Optimismus Anlass gebe, so Thermen-Geschäftsführer Michael Krämer. "Der Saunabereich läuft eigentlich sehr gut, auch wenn Aufgüsse zurzeit noch nicht erlaubt sind und das Dampfbad ebenfalls noch geschlossen bleiben muss. Im Badebereich sind die Gäste eher noch zurückhaltend. Da wir uns im Moment aber in der Nebensaison befinden - es ist halt Freibadesaison - sind die Einbrüche absolut nicht so gravierend", erklärt Krämer.

Das war nach dem Lockdown im März anders. Und gerade für viele ältere Badegäste ist das Baden in der Therme noch nicht angesagt, da sie als sogenannte Risikopatienten möglichen Gefahren ausweichen wollen. Mittlerweile sind aber auch Gruppen, wie die Deutschen Rheumaliga, wieder in der Therme zu Gast.

"Haben einen hohen Hygienestandard"

Das Hygienekonzept habe sich, so Krämer, bisher bewährt. Um den Abstand unter den Gästen zu gewährleisten, ist die Besucherzahl in Therme und Sauna beschränkt und die Liegen wurden mit einem entsprechendem Abstand aufgestellt. "Wir haben sowieso einen hohen Hygienestandard, den wir durch das ständige Reinigen von Kontaktflächen unterstützen. Deshalb haben wir auch auf ein Schichtsystem verzichtet, das zurzeit in vielen Freibädern umgesetzt wird", erklärt der Geschäftsführer.

Wenn die coronabedingte Schließung etwas Positives hatte, so sind es die alljährlich notwendigen Reparatur- und Wartungsarbeiten, die ohne Zeitdruck durchgeführt werden konnten. Deshalb konnte auf die Schließwoche Ende Juni verzichtet werden. "Einige Arbeiten sind in einer Woche nicht immer zu realisieren. Wir müssen halt auch immer das Wiederbefüllen der Becken mit dem Wasser der Glaubersalz-Thermalquelle im Auge behalten. Das dauert seine Zeit und lässt sich nicht beschleunigen. In diesem Jahr konnten wir aufgrund der längeren Zeit auch die Beleuchtung auf LED-Technik umstellen. Das spart langfristig Energie und Geld", rechnet Krämer vor.

Ansonsten liegen langfristige Planungen zurzeit eher auf Eis als im 32 Grad warmen Thermalwasser. "Für 2021 ist zwar eine Erweiterung des Saunaangebots im Außenbereich geplant, aber auch die ist abhängig wie sich die Corona-Lage entwickelt. Ich hoffe, dass im Herbst weitere Lockerungen hinzukommen, aber wer weiß das schon", baut Michael Krämer keine Luftschlösser, sondern setzt auf die Realität.

www.vulkaneifeltherme.de 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.