Instandsetzung der Moselbrücke Zell beginnt

Zell. Am Montag, 10. September, beginnen die Arbeiten zur grundhaften Instandsetzung der Moselbrücke in Zell.

Die umfangreichen Arbeiten umfassen neben der Erneuerung des Fahrbahnbelages einschließlich der Abdichtung auf der Betonplatte auch die Instandsetzung der gesamten Betonflächen außen und innen. Diese werden zusätzlich durch eine Spritzbetonschicht verstärkt und erhalten abschließend eine Oberflächenbeschichtung. Weiterhin werden die Fahrbahnübergänge, die gesamte Bauwerksentwässerung sowie die Geländerbeschichtung erneuert. Die Moselbrücke wurde vor 57 Jahren errichtet und ist dringend instandsetzungsbedürftig. "Die Maßnahme dient der dauerhaften Erhaltung der vorhandenen Substanz", informiert Dipl.-Ing. Bernd Cornely, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Cochem-Koblenz. "Durch solche Instandsetzungen beugen wir insbesondere dem Eindringen von Wasser in die Konstruktion und daraus resultierenden weiteren Schädigungen vor. Wir können damit die Restnutzungsdauer des Bauwerks erheblich erhöhen und einen sehr viel teureren Ersatzneubau langfristig vermeiden." Die Baukosten in Höhe von circa 2,1 Millionen Euro trägt der Bund. "Hiervon fließen gut 1,5 Millionen Euro in die eigentliche Instandsetzung und Verstärkung der Brücke" erläutert Cornely. "Über eine halbe Million Euro brauchen wir aber bei diesem Bauwerk, um überhaupt instand setzen zu können, das heißt für Arbeits- und Schutzgerüste sowie die Verkehrsführung". Für die Durchführung der Arbeiten muss hier unter anderem die gesamte Brückenaußenseite mit den drei Bögen im Bereich der Mosel eingerüstet werden, wobei jederzeit Öffnungen für die Schifffahrt freigehalten werden. Aber auch im Innern der Brücke sind Arbeitsgerüste erforderlich, um die bis zu acht Meter hohen Hohlkästen instand zu setzen. Hinsichtlich der Verkehrsführung wurde beim LBM besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass für den Verkehr möglichst während der gesamten Bauzeit zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Um dies zu gewährleisten, wird der Gehweg auf der Unterstromseite provisorisch so verbreitert, dass die Fahrspur in Richtung Kaimt die meiste Zeit in diesem Bereich geführt werden kann. Die Fußgänger müssen daher während der Maßnahme den Gehweg auf der Oberstromseite beziehungsweise einen Notgehweg im Baufeld benutzen. Insgesamt sechs Bauphasen mit jeweils unterschiedlicher Verkehrsführung sind bei dieser Maßnahme erforderlich, damit immer gleichzeitig im Fahrbahn- beziehungsweise Gehwegbereich und an der Brückenunterseite beziehungsweise im Brückeninnern gearbeitet werden kann. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis zum Frühjahr 2014 andauern.

Foto: privat

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