Neue Nummern sind gefragt

Zell. Hochbetrieb bei der Kfz-Zulassungsstelle in Zell: Zahlreiche Bürger der Moselstadt wollen das »neue, alte« Kennzeichen auf ihrem Auto haben. Einer der ersten, der ab sofort wieder unter »ZEL« fährt, ist Franz-Josef Weiler.

Gerade mal ein halbes Jahr alt waren die Kennzeichen auf dem Fahrzeug von Franz-Josef Weiler (Foto: links). "Doch als ich hörte, dass es wieder ein Nummernschild mit ,ZEL' gibt, musste ich es trotzdem sofort ersetzen", lacht der 76-Jährige. "Das verlangt einfach die Verbundenheit zu diesem wunderschönen Ort. Schon meine Eltern sind unter "ZEL" gefahren", fügt er hinzu. Die Zusammenführung des Kreises Cochem-Zell im Rahmen der Verwaltungsreform brachte damals die Kennzeichenänderung mit sich. Statt "ZEL" mussten die Zeller nun mehr unter "COC" fahren.

Nun hat das Bundesverkehrsministerium die alten Kennzeichen wieder ermöglicht. Zur Freude der Zeller Bürger: Mehr als 500 haben sich bereits ein neues Kennzeichen bei der Zulassungsstelle reservieren lassen. "Die Zulassung der neuen Kennzeichen kostet samt Schildern rund 70 Euro. Dennoch ist das Interesse riesig", sagt Günter Schilken (Foto: rechts) von der Zulassungsstelle. "Dies freut natürlich auch die Gemeindekasse ein wenig."

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Guter Wein, schlechte Manieren

Cochem. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen Urkundenfälschung der Prozess gemacht. Der Mann soll über einen polnischen Führerschein verfügt haben, ihm soll jedoch die Fahrerlaubnis am 11. Oktober 2018 entzogen worden sein. Er soll dennoch, unter anderem am 27. April 2021, mit seinem Pkw unterwegs gewesen sein. Dabei soll der Angeklagte an beiden Nummernschildern des Autos zuvor an die Stelle des amtlichen Siegels zwei runde Aufkleber mit der Aufschrift »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« geklebt haben, um im Straßenverkehr eine amtliche Zulassung vorzutäuschen und den fehlenden Versicherungsschutz zu verschleiern. Tatsächlich soll der Pkw, so die Anklageschrift, aber schon im Januar 2020 abgemeldet worden sein. Die Aufkleber »Silberne Kammerpreismünze Landesprämierung – Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz« werden auf Weinflaschen angebracht, die bei einer Qualitätsprüfung besonders gut abgeschnitten haben. Woher der Angeklagte den Aufkleber hat oder ob er ihn eventuell von einer Flasche abgetrennt hat, geht aus der Mitteilung des Amtsgerichtes Cochem nicht hervor. Für den Prozess vor dem Amtsgericht kann sich der Angeklagte den Satz des antiken, griechischen Lyrikers Alkaios von Lesbos zu Herzen nehmen: »In vino veritas«, was auf Deutsch heißt: »Im Wein liegt die Wahrheit.« Strafrechtlich droht dem Mann laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Bericht folgt. Ein kurioser Fall beschäftigt am Montag, 31. Januar, den Strafrichter beim Amtsgericht Cochem. Verantworten vor Gericht muss sich  ein 32-jähriger Angeklagter, der sich offenbar schlauer fühlte, als die Polizei erlaubt. Ihm wird unter anderem wegen…

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