Spatenstich für die "Pusteblume"

Blankenrath. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich ist jetzt auch offiziell der Um- und Erweiterungsbau der Kindertagesstätte "Pusteblume" in Blankenrath gestartet.

Als das Gebäude in den 1990er Jahren errichtet wurde, war es als klassischer Kindergarten in Teilzeitform für Drei- bis Sechsjährige konzipiert. Seitdem habe sich, betonte VG-Bürgermeister Karl Heinz Simon, die Aufgabenstellung deutlich gewandelt und erweitert. Ganztagsbetreuung, Mittagessen, Aufnahme jüngerer Kinder, Schlafmöglichkeiten für die Kleinsten – mit zurückgehenden Kinderzahlen seien in der Vergangenheit stets Lösungen im Bestand machbar gewesen. Aktuell wieder ansteigende Kinderzahlen seien jedoch eine neue Herausforderung.

Um die Nachfrage an Betreuungsplätzen für die folgenden Jahre zu decken, aber auch um die starke Belegungssituation in beiden Kitas in Blankenrath dauerhaft zu entzerren sowie kleinere Gruppen bei den Jüngsten bilden zu können, gehe die Bedarfsplanung des Jugendamtes von einem Gesamt-Raumbedarf für zehn Gruppen und damit zwei neuen Gruppen mit insgesamt zusätzlichen 30 Plätzen für den Kindergartenbezirk Blankenrath aus. In einer Machbarkeitsstudie hatte die Verbandsgemeinde Zell als Betriebsträger gemeinsam mit einem örtlichen Architekten mehrere Varianten untersucht. Schnell habe sich gezeigt, dass die Erweiterung der bislang dreigruppigen Kita "Pusteblume" um die notwendigen Räume die sinnvollste und auch wirtschaftlichste Variante sei. Dem stimmten die Ortsgemeinden Blankenrath, Panzweiler, Walhausen, Schauren, Tellig, Grenderich, Moritzheim, Hesweiler, Haserich und Reidenhausen zu und beschlossen die Erweiterung. Die Planung sieht vor, durch einen eingeschossigen Anbau im unmittelbaren Anschluss an die bestehende Kita und bauliche Maßnahmen im Bestand die notwendigen Räumlichkeiten zu schaffen. In Verbindung mit dem geplanten Nahwärmenetz Blankenrath ist auch vorgesehen, im Interesse des Klimaschutzes mit dem Gebäude einen höheren Effizienzwert zu erfüllen.

Unter Berücksichtigung der allgemeinen Baupreissteigerungen sei das Projekt aktuell mit 1,5 Millionen Euro kalkuliert. Zur Finanzierung tragen das Land Rheinland-Pfalz mit 300.000 Euro, die KfW-Bank mit 114.000 Euro und der Landkreis Cochem-Zell mit 206.000 Euro bei. Den finanziellen Löwenanteil tragen die zehn zum Zweckverband gehörenden Ortsgemeinden. "Dies ist eine wahrlich mehr als stolze Summe, die aufzubringen unseren Gemeinden durchaus nicht leichtfällt und die für alle eine Herausforderung darstellt. Dies auch vor dem Hintergrund, dass erst vor wenigen Jahren die Kindertagesstätte 'Kleine Strolche' für eine runde Million Euro generalsaniert werden musste. Das fällt uns aufgrund der finanziellen Lage unserer bis auf Blankenrath doch recht kleinen Gemeinden schwer, sehr schwer", bemerkte Simon. Er stellte aber auch klar, dass man sich seitens der Gemeinden doch gerne der Herausforderung stelle. Simon bezeichnete den bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesstätten-Infrastruktur mit passgenauen Betreuungsangeboten aktuell als eine der großen kommunalen Herausforderungen.

Foto: VG Zell

www.zell-mosel.de

 

 

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