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500 Meter für 1,5 Millionen Euro

»Es sind zwar nur 500 Meter, aber die werden das Erscheinungsbild von Schmidtheim entscheidend verändern.« Für Jan Lembach, Bürgermeister der Gemeinde Dahlem, sind es die entscheidenden Meter für eine sichere Ortsdurchfahrt Schmidtheim.
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In den nächsten zwei Jahren wird die Hauptstraße, zugleich auch Landesstraße 204, vom Rathaus an bis zum Marktplatz mit einem Aufwand von 1,5 Millionen saniert. Handlungsbedarf ist nach Darstellung von Jan Lembach reichlich gegeben: »Die Bürgersteige sind zu schmal, bestehen aus unterschiedlichen Materialien und machen keinen guten Eindruck.«

Probleme

Vor allem im Bereich der Bahnunterführung gibt es Probleme. »Das kann«, so der Ortsbürgermeister Hans-Josef Bohnen, »richtig gefährlich werden. Für einen Kinderwagen oder einen Rollstuhl reicht die Breite des Bürgersteigs nicht aus.« Das wird sich nach der Sanierung der Hauptstraße nach Aussage vom Planer Gregor Kammers grundlegend ändern: »Dann werden die Bordsteinkanten abgesenkt und barrierefrei gestaltet. Der Bürgersteig ist künftig durchgängig mindestens einen Meter breit.« Bevor die Seitenbereiche allerdings freundlicher und grüner werden, muss die Gemeinde und das gemeindliche Abwasserwerk an die Kanäle ran. Die L 204 muss aus dem Fremdwasserkanal raus und in den Mischwasserkanal verlegt werden. Zudem werden rund 35 Hausanschlüsse überarbeitet.

Hand in Hand

Danach erhält die Straße eine neue Fahrbahndecke. »Wir arbeiten hier Hand in Hand«, sagt Gerhard Decker, Leiter vom Landesbetrieb Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Ville-Eifel. Damit meint er nicht nur die Abfolge der Bauarbeiten, sondern auch die Aufteilung der entstehenden Kosten. Noch in diesem Jahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Bis Ende des Jahres soll der erste Abschnitt bis zur Höhe der Bahnunterführung erledigt sein. »Anschließend«, sagt Bürgermeister Jan Lembach, »werden wir die Gestaltung eines neuen Dorfplatzes angehen.« Fakt sei, dass Schmidtheim über viele kleine Plätze, aber über kein großes Areal verfüge, auf dem das 1500-Seelen-Dorf seine Feste feiern könne.

Neuer Dorfplatz

Dieser Platz soll nun vor der derzeit »unbewirtschafteten« Kreissparkasse entstehen. Um dort zunächst einmal Raum zu schaffen, muss in die bestehende Verkehrsführung eingegriffen werden. »Die Fahrbahn«, verrät Heinz Lorse von der Gemeinde Dahlem, »wird dazu um rund 6,50 Meter verschwenkt.« Das bewirke zusätzlich eine Bremsung des Verkehrs und sorge damit für mehr Sicherheit. Zudem wird die Bushaltestelle von der Kreissparkasse vor den kleinen Platz Richtung Bahndamm verlegt. Die Gestaltung des neuen Dorfplatzes kann sich Jan Lembach durchaus mit Treppenelementen vorstellen. Das habe den Vorteil, dass der Platz auf eine Höhe gebracht werden könne. Studenten der Universität Bonn haben bereits erste Ideen entwickelt, wie der neugestaltete Dorfplatz einmal aussehen könnte. »Die Konzepte«, so Lembach, »werden bis Mitte 2017 mit der Bevölkerung weiter entwickelt und voraussichtlich 2018 umgesetzt.«


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