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Am Weißen Stein kann jetzt "gebouldert" werden

Am Weißen Stein in Udenbreth lädt zukünftig eine 16 Meter breite Boulderwand zum Kraxeln in Absprunghöhe ein. Aufgrund der Corona-Beschränkungen fand die Einweihung jetzt ohne Bürgerbeteiligung statt. Das Projekt wurde durch Mittel der Gemeinde und Leader und mit Kooperation von Eifel-Verein und DAV-Sektion Eifel umgesetzt
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Wegen der Corona-Einschränkungen fand die Einweihung der Boulderwand in Udenbreth ohne große Feier statt: Rudolf Westerburg (v.l.), Bürgermeister Hellenthal, Jutta Dederichs, Eifel-Verein (EV) Ortsgruppe Udenbreth, Tameer Eden, DAV Sektion Schleiden, Nicolas Gath, Regionalmanager LEADER Region Eifel, Markus Rodenbüsch, Fachbereichsleiter Bauen und Planen Gemeinde Hellenthal, Julia Schößler, Tourist-Information Gemeinde Hellenthal, Wilfried Knips, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste Gemeinde Hellenthal, und Ariane Gehlen, Gemeindeentwicklung Gemeinde Hellenthal. Foto: Stefanie Schwarz

Wegen der Corona-Einschränkungen fand die Einweihung der Boulderwand in Udenbreth ohne große Feier statt: Rudolf Westerburg (v.l.), Bürgermeister Hellenthal, Jutta Dederichs, Eifel-Verein (EV) Ortsgruppe Udenbreth, Tameer Eden, DAV Sektion Schleiden, Nicolas Gath, Regionalmanager LEADER Region Eifel, Markus Rodenbüsch, Fachbereichsleiter Bauen und Planen Gemeinde Hellenthal, Julia Schößler, Tourist-Information Gemeinde Hellenthal, Wilfried Knips, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste Gemeinde Hellenthal, und Ariane Gehlen, Gemeindeentwicklung Gemeinde Hellenthal. Foto: Stefanie Schwarz

Die Adresse „Am Weißen Stein“ in Hellenthal-Udenbreth ist bei Wintersportlern der Region wohlbekannt, doch das Freizeitgelände am höchsten Punkt des Rheinlands samt 30 Meter hohen Aussichtsturm bietet mit Sportplatz, Spielwiese, Campingmöglichkeiten und Spielplatz ganzjährigen Spaß. Seit einiger Zeit ist das Gelände am „Eifel-Blick“ um eine weitere Attraktion reicher: Eine 16 Meter breite und drei Meter hohe „Boulderwand“ lädt zum Kletterspaß ein. Die Sportanlage mit einem hohen Aufforderungscharakter konnte Rudolf Westerburg, Bürgermeister der Eifelgemeinde, am vergangenen Mittwoch offiziell einweihen. „Das wollten wir eigentlich im Rahmen einer Feier mit Bürgerinnen und Bürgern schon im März tun“, so Westerburg – doch wie so vieles habe das dann die Corona-Pandemie verhindert.

Einweihung in kleinem Rahmen

Deshalb fand die Einweihung in kleinerem Rahmen statt; neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung waren Vertreterinnen und Vertreter des ortsansässigen Eifel-Vereins, der Sektion Eifel des Deutschen Alpenvereins (DAV) und der Regionalmanager LEADER Region Eifel Nicolas Gath eingeladen, um das Projekt der Öffentlichkeit vorzustellen. Bouldern gilt als boomende Trendsportart und bezeichnet das seilfreie Klettern in Absprunghöhe. Es ist bei den kommenden Olympischen Sommerspielen erstmals in einem Kombiformat vertreten. In Udenbreth ist durch eine 40 Zentimeter tiefe Hackschnitzellage für ökologischen Fallschutz gesorgt, die Materialwahl hat noch einen weiteren Vorteil, wie Bürgermeister Westerburg informierte: „Katzen und Hunde mögen den Untergrund nicht so sehr, so dass wir deren Hinterlassenschaften dort nicht fürchten müssen.“ Gebaut hat die Künstliche Kletteranlage die Firma „Versys“ aus Erftstadt, die bereits mehrere andere Boulder-und Kletterwände im Kreis Euskirchen, etwa an der Astrid-Lindgren-Schule Schleiden oder der Nikolaussschule Kall, erstellt hat. Die Kosten für das Projekt bezifferte Westerburg mit 31.000 Euro und berichtete: „Dabei haben wir eine Leader-Förderung von 20.200 Euro erhalten, 10.800 Euro stammen aus Gemeindemitteln.“ Und zur Freude aller Beteiligten blieben die Gesamtkosten sogar unter den ursprünglich veranschlagten Kosten.

Bouldern: Sport mit sozialer Komponente

Der Bürgermeister lobte nicht nur die gelungene Umsetzung, sondern auch die gute Zusammenarbeit und Mithilfe von Gemeindemitarbeiterinnen und –Mitarbeiter sowie die Kooperation mit Eifel-Verein und DAV-Sektion Eifel. Tameer Eden, Trainer B Sportklettern und Routenbauer beim DAV Eifel, sagte: „Eigentlich wollten wir mit mehreren Trainern heute Menschen auf der Feier für den Klettersport begeistern. Das werden wir aber bei Gelegenheit nachholen und unterstützen auch gerne Schulen, damit die »Pänz« hier sicher einen erlebnisreichen Sport ausüben können.“ Eden betonte, dass gerade Bouldern ein sehr sozialer Sport sei, dem man oft in Gruppen ausübe. Zudem sei der Zugang sehr niederschwellig, so der Trainer: „Man braucht am Anfang nicht mehr als geeignete Schuhe und Spaß an der Bewegung. Es sind eben kein Seil, Sicherungstechnik oder Klettergurt notwendig." Zudem sei der Sport vom Kleinkind- bis zum Seniorenalter geeignet, er habe in seinem Bekanntenkreis mehrere Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen, die begeistert den Klettersport ausüben, und selbst in der Spitze des Wettkampfsports befänden sich Männer und Frauen auf einem nahezu gleichen Niveau. Wer sich näher für den Sport interessiere, sollte allerdings schon etwas über Technik und Sicherheit lernen. Leader-Regionalmanager Gath betonte die weitere touristische Aufwertung „Am Weißen Stein“ durch die Boulderwand – vergleichbare Projekte seien wegen der hohen Anziehungskraft bereits mehrfach durch LEADER gefördert worden. Westerburg: „Wir haben zahlreiche positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung und von Touristen bekommen. Kaum war die Wand freigegeben, haben dort Großeltern mit ihren Enkeln begeistert die Griffe ausprobiert!“ Eifeler Presse Agentur/epa


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