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Anwohner fordern Lärmschutzwand

Die Bundesstraße 266 ist eine der Hauptverkehrsschlagadern des Kreises Euskirchen und eine wichtige Anbindung des Schleidener Tals. Momentan wird die Straße im Bereich Kommern/Schaven massiv ausgebaut. Die Anwohner des reinen Wohngebietes »Essersgasse/Auf dem Daniel/C.A. Eickstraße« sehen sich noch als Leidtragende. Sie beklagen den zunehmenden Verkehrslärm und fordern endlich geeignete Gegenmaßnahmen.
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Christiane Hein (v.li.), die kleine Greta, Stefanie Hambach und Annelie Hammes gehören zu den Anwohnern in Kommern, die unter dem Lärm der B 266 leiden. Sie fordern nun geeignete Schutzmaßnahmen ein. mn-Foto

Christiane Hein (v.li.), die kleine Greta, Stefanie Hambach und Annelie Hammes gehören zu den Anwohnern in Kommern, die unter dem Lärm der B 266 leiden. Sie fordern nun geeignete Schutzmaßnahmen ein. mn-Foto

»Tatsächlich«, sagt Christiane Hein, »hat man uns Anwohnern schon vor knapp 20 Jahren eine Schallschutzmauer zugesagt.« Bei den momentanen Planungen für den Ausbau des Knotens Eicks bei Kommern ist eine solche Mauer zwar für die Anwohner des Severinuswegs, also auch für den Friedhof, vorgesehen. Sie endet jedoch an der Eickser Kreuzung und damit auch vor dem Haus von Annelie Hammes. »Der Lärm entsteht aber nicht nur dort, sondern auch weiter aus Richtung Schleiden«, sagt sie.

Stark frequentiert

»Wir befürworten den Ausbau der B 266«, will Stefanie Hambach gar keine Missverständnisse aufkommen lassen. Sie sei nun einmal die Hauptverbindung zwischen Köln/Bonn und der Eifel. Fest stehe aber auch, dass durch den Bahnhofdurchstich in Mechernich sowie die Beruhigung des Mechernicher Wegs die Frequentierung der Bundesstraße 266 noch höher werde. Tatsächlich seien die Verkehrszahlen eindrucksvoll. Der Bericht des Ingenieeurbüros Blank zum Ausbau der B 266 weise eine tägliche Belastung in dem fraglichen Abschnitt von 14.991 Pkw und 3.291 Lkw aus. »Und dabei«, so Christiane Hein, »handelt es sich um einen normalen Tag. Bei Großveranstaltungen im LVR-Freilichtmuseum, im Mühlenpark oder in Mechernich sind die Zahlen noch einmal wesentlich höher.« Durch das sehr hohe Verkehrsaufkommen werde die Wohn- und Lebensqualität vieler Bürger in Kommern massiv beeinträchtigt. Schlafen bei offenem Fenster sei unmöglich und selbst bei geschlossenen Schallschutzfenstern werde man ab 4 Uhr durch den Berufsverkehr geweckt.

Gefahrenpotenzial

»Im Garten«, so Stefanie Hambach, »ist eine Unterhaltung in normaler Lautstärke überhaupt nicht möglich.« Sie geht davon aus, dass sich diese Situation durch den Bau einer Ampelanlage auf der Eickser Kreuzung noch durch anfahrende und bremsende Fahrzeug verschärfen wird. »Ein Schallschutzwand«, erklären daher die Anwohner unisono, »ist für uns daher zwingend notwendig.« Und das nicht nur wegen des Lärms, sondern auch wegen »tieffliegender« Autos. Bereits drei Mal landete nämlich schon ein Pkw auf dem Grundstück von Christiane Hein. Zwei Kleinwagen wurde noch von der Gartenmauer gestoppt, ein BMW jedoch schaffte es weiter und zerstörte das komplette Gartenhaus. »Nicht auszudenken, was da hätte alles passieren können«, sitzt ihr der Schreck heute noch in den Gliedern.

Unterschriften

Die Anwohner der Bundesstraße 266 in Kommern fordern mit Unterschriftenlisten die Schallschutzmaßnahmen ein, die ihnen schon seit 20 Jahren versprochen wurden. Die Listen liegen in den Bäckereien Quasten und Reinartz sowie der Metzgerei Schneider aus. Zudem will man in der Bürgerversammlung am Dienstag, 24. Mai, um 19 Uhr im Mechernicher Ratssaal auf das Problem aufmerksam machen. Ansprechpartnerin ist Christiane Hein, Tel.: 02443/6539.