Michael Nielen

Arbeiten an Dreifachturnhalle gestartet

Schleiden. Die Baukosten für die Komplettsanierung sind mit rund drei Millionen Euro veranschlagt.
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Schleiden. Bei der Hochwasser-Katastrophe wurden die Dreifachturnhalle und die dazugehörigen Sanitär- und Umkleideräume am Städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden (JSG) rund 1,50 Meter überflutet – vollständig der darunterliegende Keller.
Dadurch wurde sowohl die Lüftungs- als auch die Heizungsanlage komplett zerstört. In der Turnhalle selbst haben die Wassermassen den Schwingboden, die Geräteraum-Tore, die Türen und den Prallschutz entlang der Turnhallenwände so stark beschädigt, dass eine Komplettsanierung der betroffenen Bereiche erfolgen muss.
Zum Glück blieb die Kletterwand unversehrt: Sie war in der Flutnacht bis an die Hallendecke hochgefahren. Im Sanitär- und Umkleidebereich werden ebenso die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.
Die Stadt Schleiden führt die Sanierung der Dreifachturnhalle im Rahmen eines fünften Bauabschnitts zum Wiederaufbau und Neubau des Johannes-Sturmius-Gymnasiums aus. Die Planungsleistungen von Objektplanung sowie Fachplanung für Heizung, Lüftung und Elektro wurden bereits im November vergeben, um zügig mit der Sanierung starten zu können.
Derzeit laufen die Ausschreibungen für Lüftung, Heizung, Gebäudeautomation, Elektro, Dachdeckerarbeiten, Fenster- und Türanlagen, Schreinerarbeiten, Innentüren und Estricharbeiten.
»Wir hoffen auf regen Rücklauf, so dass wir für die einzelnen Gewerke genügend Angebote erhalten«, so Marcus Bierschenk vom Architekturbüro abph aus Heimbach, der die Objektplanung verantwortet. Die Auftragsvergaben sollen am 17. Februar in der Sitzung des Stadtrates erfolgen.
Dabei soll die Turnhalle nach den neuesten technischen Gesichtspunkten saniert und modernisiert werden. Für die Installation einer Deckenstrahlungsheizung mit integrierter Beleuchtung wird die Decke in der Dreifachturnhalle entfernt. Hinzu kommt eine moderne Lüftungsanlage. Ein neuer Schwingboden und Prallschutzwände runden die Modernisierung ab – nicht zu vergessen die Geräteausstattung, die aufgrund des Hochwassers ebenfalls komplett erneuert werden muss.
»Für das gesamte Projekt kalkulieren wir bis zu drei Millionen Euro, die durch die Wiederaufbauhilfe zu 100 Prozent abgedeckt sind«, so der Erste Beigeordnete der Stadt Schleiden, Marcel Wolter. Die Fertigstellung werde für Herbst angestrebt.
Die sehr hohe Auftragslage bei den Handwerksbetrieben sowie Lieferengpässe bei bestimmten Baumaterialien erschweren jedoch die Einhaltung des Bauzeitenplans. »Wir sind jedoch guter Dinge, im Herbst mit dem Sportunterricht starten zu können«, so Wolter abschließend.


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