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Der 80-Euro-Waldi bietet kunstvolle Hilfe an

»Eifel hilft Eifel« - mit diesem Motto geht der 80-Euro-Waldi alias Walter Lehnertz sein nächstes großes Vorhaben an. Am Samstag und Sonntag, 1./2. Oktober, organisiert er im und rund um »Eifel Antik« in Krekel seine erste internationale Kunstausstellung.
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Und wie bereits bei seinem erfolgreichen Sommerfest will er auch dieses Mal wieder einiges an Geld für den guten Zweck zusammen bekommen. »Auf unserer Kunst-Ausstellung sind jetzt die Schevener dran. Die hat es mal ganz schlimm erwischt, die sind zum Teil richtig abgesoffen.« Und da wolle er helfen, wo er helfen könne. »Dieses Mal geht das Geld in die Eifel und kommt bei den Menschen an, die es mehr als gut gebrauchen können«, verspricht Walter Lehnertz.

Bares für Rares

Wenn es um das Einsammeln von Spendengeldern geht, ist Walter Lehnertz besonders pfiffig. Bei seinem Sommerfest hatte er Figuren vom Team der ZDF-Kultserie »Bares für Rares« modellieren lassen und sie zugunsten der Hilfsgruppe Eifel versteigert. »Stolze 3.500 Euro sind da für die kranken Kinder zusammen gekommen«, sagt Lehnertz, der als Händler Mitglied der Sendung ist, die von Horst Lichter moderiert wird. Jetzt will er seinen Bekanntheitsgrad dazu nutzen, den schwer getroffenen Familien in Scheven zu helfen, bevor diese in Vergessenheit geraten. »Bei meiner ersten internationalen Kunstausstellung werden insgesamt 14 hochbegabte Künstler ihre Werke präsentieren«, verrät Waldi. Zugpferd wird dabei Manni Ludolf sein, der als Mann vom Schrottplatz im Fernsehen bekannt wurde und mittlerweile auch den Pinsel schwingt. »Vor allem aber möchte ich hochbegabten jungen Künstlern einmal die Plattform bieten, ihre Werke einem großen Publikum zu präsentieren«, erläutert Walter Lehnertz seine eigentlichen Beweggründe und verspricht: »Da sind richtige Granaten dabei.« Er wird einige Kunstwerke der Künstler zudem für ein halbes Jahr in seinem Geschäft kostenlos ausstellen.

Verlosung

Voraussetzung, um bei Waldis internationaler Kunstausstellung dabei sein zu können, ist allerdings, dass die Künstler ein Objekt kostenlos zur Verfügung stellen müssen. »Diese Bilder, Skulpturen oder Objekte«, verrät Waldi, »wollte ich zuerst versteigern, habe es mir dann aber anders überlegt.« Jetzt werden die Kunstwerke verlost. Die Lose kann man für zwei Euro erstehen. »Wenn wir dann 1000 Lose ausgeben, sind 2000 Euro für die gute Sache bereits im Sack«, lautet die Rechnung von Walter Lehnertz.

Schätztage

Und die Besucher könnten sich mit ein wenig Glück für kleines Geld ein tolles Kunstwerk sichern. Mit von der Partie wird an diesem Wochenende auch wieder das »Bares für Rares«-Team sein. Besucher können dann ihre Schätzchen mitbringen und begutachten lassen. Dann stellt sich heraus, ob der Dachbodenfund oder das Erbstück wirklich wertvoll ist oder auch nicht. Zudem wird es wieder viel Livemusik geben. Also lautet die Aufforderung von Walter Lehnertz alias 80 Euro-Waldi: »Leute, kommt vorbei, habt jede Menge Spaß, bewundert tolle Kunst und helft den Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Maht et jot!« @ Mehr dazu im Netz: www.eifel-antik.de
www.facebook.com/Waldi-Bares-für-Rares

Spenden für die Flutopfer von Scheven

»Das Schlimmste war der Schlamm«, erinnert sich der Schevener Ortsvorsteher Hans Reiff an den Tag, als am 27. Mai das Wasser kam. Rund 34,1 Liter fielen in kurzer Zeit auf den Quadratmeter und spülten Unmengen von Dreck und Schlamm in den Ort. Erschwerend kam hinzu, dass Scheven drei Tage später noch einmal überflutet wurde. Dieses Mal war es aber in der Hauptsache klares Wasser, das ankam. »Es mag komisch klingen, aber zu dem Zeitpunkt waren wir bereits eingespielt«, lobt Reiff den großen Zusammenhalt im Dorf und die Hilfsbereitschaft untereinander.

Große Schäden

Insgesamt hat das Hochwasser 20 Haushalte betroffen, darunter zwei besonders schwer. Hans Reiff nennt das Beispiel der alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern, in deren Haus unter anderem die komplette Heizung vernichtet wurde. Oder die Familie, die gerade in ihr Haus einziehen wollte und ihre Möbel in einer Scheune gelagert hatte - durch die sich dann die Wassermassen wälzten. In beiden Fällen liegen die Verluste, die nicht durch Versicherungen gedeckt sind, weit über 30.000 Euro. Aufruf »Da muss geholfen werden«, sagt Walter Lehnertz und ruft die Bevölkerung auf, bereits jetzt zu spenden und die Flutopfer nicht zu vergessen. »Das muss kein großer Betrag sein«, so Waldi. Aber viele kleine Beträge würden schließlich zu einer großen Spende, mit der man Menschen in der Eifel helfen könnte. Die Dorfgemeinschaft Scheven hat dazu ein Spendenkonto eingerichtet: Volksbank Euskirchen Stichwort: Hochwasserhilfe IBAN: DE09 3826 0082 1401 7340 11 BIC: GENO DED1 EVB


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