Michael Nielen

Die Metzgerei Heck ist zurück in der Gemünder Innenstadt

Gemünd. Das Traditionsunternehmen musste Ladenlokal nach der Flut komplett sanieren. Der Aufwand hat sich gelohnt.

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Freundlich, modern und alles auf einen Blick: Nadine Heck-Weber und Udo Heck freuen sich, wieder mit ihrem Geschäft für die Kunden da zu sein.

Freundlich, modern und alles auf einen Blick: Nadine Heck-Weber und Udo Heck freuen sich, wieder mit ihrem Geschäft für die Kunden da zu sein.

Foto: Michael Nielen

Ein Traditionsunternehmen ist zurück in der Gemünder Innenstadt. 1907 öffnete die Ochsen- und Schweine-Metzgerei Josef Heck in Gemünd zum ersten Mal ihre Ladentür. Seit dieser Zeit gehört die Metzgerei Heck, die vom Ehepaar Udo Heck und Nadine Heck-Weber in vierter Generation geführt wird, zum festen Bestandteil in der Innenstadt.

Und das blieb auch nach der großen Flutkatastrophe so, von der die Familie Heck sehr hart getroffen wurde. »3,23 Meter hoch stand das Wasser in unserem Ladenlokal«, so Udo Heck, der zunächst hoffte, die hinteren Produktionsräume weiter nutzen zu können. Als man zum Test allerdings einige Kacheln aufnahm, schwappte ihnen das Brackwasser schon entgegen.

»Wir haben uns daher zu einer Komplettsanierung entschlossen«, so Udo Heck. Um weiter für die Kunden da zu sein, besorgte sich das Ehepaar sehr schnell einen gebrauchten Verkaufswagen aus Euskirchen, mit dem der Verkauf vor dem eigentlichen Ladenlokal weiter ging. Die Kunden blieben der Metzgerei Heck treu und auch die Mitarbeiter zogen in schwerer Zeit alle an einem Strang.

»Wir sind sehr froh, dass wir keinen unserer 12 Mitarbeiter entlassen mussten - auch dank der Treue unserer Kunden«, sagt Nadine Heck-Weber. Die lange Zeit der Komplettsanierung und der große Aufwand haben sich am Ende wirklich gelohnt. Die neue Metzgerei Heck ist ein richtiger Hingucker geworden. Kunden, die das Geschäft betreten, haben dank der halbrunden Theke gleich das gesamte Warenangebot im Blick. Es wird dank der Farbgebung mit schwarzen Wand- und grauen Bodenfliesen sowie der indirekten Beleuchtung sehr ansprechend präsentiert.

Ins Auge fällt auch der neue Dry-Ager, in dem das Fleisch mit Himalaya-Salz mindestens fünf Wochen lang reift und dadurch zu einem Hochgenuss wird.Im hinteren Produktionsbereich ist unter anderem eine neue Räucheranlage installiert worden, in der nun mit Buchenscheiten statt mit Sägemehl geräuchert werden kann.

Verarbeitet wird in der Metzgerei Heck nur Fleisch, das von den Bauern der Umgebung stammt. Die »heiße Theke«, der beliebte Mittagstisch sowie der Partyservice komplettieren das breitgefächerte Angebot. Sehr dankbar ist das Ehepaar der Landmetzgerei Böhmer in Nettersheim. »Dort durften wir unsere Wurst nach unseren Rezepten produzieren - bestimmt keine Selbstverständlichkeit«, so Nadine Heck-Weber.

In zwei Wochen soll in Gemünd auch das »Brotkörbchen« wieder öffnen - eine Kooperation zwischen der Schleidener Bäckerei Friedrichs und der Metzgerei Heck.

www.eifelmetzgerei-heck.de

 


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