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Ein Jahrbuch der vielen Premieren

Das Jahrbuch 2022 des Kreises Euskirchen ist in mehrfacher Hinsicht ein besonderes. Denn es vereint gleich mehrere Premieren: Für Landrat Markus Ramers war es die erste Vorstellung eines Jahrbuch, die erstmals im belgischen Ausland stattfand. Zudem ist das 240 Seiten starke Werk zum ersten Mal komplett in Farbe gedruckt.
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Und - darauf wies Landrat Markus Ramers bei der offiziellen Vorstellung im Hotel Schröder hin - es ist das erste Jahrbuch, das nach der schweren Flutkatastrophe im Juli des Jahres 2021 erscheint. Durch die Flut verzögerte sich auch die Drucklegung des beliebten Werks. In der Ausgabe gibt es erste Eindrücke von der Flutkatastrophe in Form von Fotos. Eine umfassendere Dokumentation, auch mit Blick auf den Wiederaufbau, ist für die kommende Ausgabe 2023 vorgesehen.

Corona-Pandemie

Ein weiteres Erschwernis stellte die Corona-Pandemie dar, die nicht nur den Austausch unter den Autoren, sondern auch die Arbeit in Archiven und Bibliotheken komplizierte. Umso bemerkenswerter ist die hohe Qualität, die das aktuelle Jahrbuch vorzuweisen hat. Markus Ramers: »Es ist ein Buch, das man unbedingt lesen sollte.«

Grenzen ändern sich

Das meint auch die Kreisarchivarin Heike Pütz, die auf das Schwerpunktthema »Grenzen ändern sich« hinwies. Es mag in diesem Zusammenhang kaum verwundern, dass sich alleine fünf Beiträge in der aktuellen Ausgabe rund um die deutsch-belgische Grenze drehen. Nicht umsonst wurde die Präsentation dort durchgeführt, wo vor nicht allzu langer Zeit noch Zollbeamte den Grenzverkehr zwischen den Gemeinden Hellenthal und dem belgischen Büllingen regelten und kontrollierten. Die beiden Bürgermeister der beiden Grenzkommunen - Rudolf Westerburg (Hellenthal) und Friedhelm Wirtz (Büllingen) - kennen die Grenzkontrollen noch aus eigener Erfahrung. Friedhelm Wirtz arbeitete an der Grenze sogar eine Zeitlang als Zollbeamter, wie er bei der Präsentation des Jahrbuchs verriet. »Das war aber nichts für mich, ich habe mir dann ein anderes Betätigungsfeld gesucht«, schmunzelte er.

Interview

Auch Rudolf Westerburg, als Ramscheider ebenfalls im Grenzgebiet aufgewachsen, erzählte aus der Zeit, als er als Jugendlicher mit dem Fahrrad Zigaretten und Kaffee über die »Grüne Grenze« transportierte. In einem Interview, das beide Bürgermeister Bernd Kehren für das Jahrbuch gaben, erfahren die Leser einige Anekdoten, aber auch viel darüber, wie über die Jahre das Verhältnis zwischen den beiden Kommune immer enger wurde. »Wir sind heute Freunde, die mindestens einmal die Woche miteinander telefonieren«, erzählten beide auch von den vielen Kontakten, die Vereine, Institutionen und vor allen Dingen die Menschen selbst dauerhaft geknüpft haben.

Vielzahl an Artikeln

Dieses Interview mag nur als ein Beispiel für eine Vielzahl von lesenswerten Artikeln dienen, in denen auch die kommunale Neugliederung sowie das 50-jährige Jubiläum des Kreises Euskirchen eine Rolle spielen. Andreas Rohfleisch, Leiter des Weiss-Verlags, freute sich, den Preis für das Jahrbuch 2022 bei 7,50 Euro halten zu können. Es ist ab sofort in den Buchhandlungen und den bekannten Verkaufsstellen im Kreis erhältlich.Einen Überblick über die Bezugsstellen gibt es hier