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Grüner Punkt als Diebstahlsicherung

Eigentlich kennt man den grünen Punkt aus dem Bereich der Abfallwirtschaft, wo er für recyclebare Verpackungen und Kunststoffe steht. Eine besondere Art des „Recycling“ hat letztes Jahr auch im Sturmiuspark in Schleiden stattgefunden. Von einem Tag auf den anderen waren alle Natursteinplatten auf der Kiesfläche neben dem Kletterfelsen verschwunden.
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Der grüne Punkt aus den Steinen soll Diebstahl verhindern.

Der grüne Punkt aus den Steinen soll Diebstahl verhindern.

Auf dem Aktionsfeld „Perpetuum artile“ konnte man mit Polygonalplatten der unterschiedlichsten Größen kleine Kunstwerke wie Türme, Burgen, Stelen oder Mosaike entstehen lassen. „Das auch schon mal Steine in die Olef geworfen wurden ist ärgerlich, aber damit musste man rechnen“, so Andreas Glodowski von der Stabsstelle Stadtentwicklung. „Dass aber über Nacht alle Steinplatten geklaut wurden und jetzt sehr wahrscheinlich eine Terrasse oder einen Vorgarten zieren ist mehr als dreist“.

Grüner Punkt

Damit dass nicht nochmal passiert, wurden die neu angeschafften Steinplatten auf jeder Seite mit einem Farbpunkt versehen. Weil in der grünen Spraydose noch am meisten Farbe drin war, sind jetzt die meisten Platten mit einem ein grüner Punkt versehen. „Der grüne Punkt mal ganz anders“ sinniert Glodowski und freut sich, dass jetzt wieder fleißig Mosaike gelegt und Kunstwerke gebaut werden können. Insgesamt scheinen manche ein sehr eigentümliches Verhältnis gegenüber öffentlichem Eigentum zu haben: Schnitte in der Plane an der Strandmuschel, herausgerissene oder abgebrochene Pflanzen, eine verbogene Pergola und vieles mehr zeugen vom stupiden Vandalismus im Park. „Neben dem ständigen Versuch, das Lochblech am Brunnen mit Grashalmen zu verstopfen steht das Zerkratzen und Zerschneiden der Plane der Strandmuschel ganz oben auf der Hitliste“ so der Stadtplaner. Viele Male hat der Bauhof schon Dinge gerichtet und repariert.

Vandalismus

Alleine die Pflanzschalen an der Pergola wurden bereits zum dritten Mal bepflanzt. Auch eine Bürgerinitiative kümmert sich mit um den Park. „Es ist unglaublich, wie hier von einigen wenigen in krimineller Weise städtisches und bürgerschaftliches Engagement mit Füßen getreten wird“, ärgert sich auch Bürgermeister Udo Meister und appelliert an alle, die den Park nutzen und schätzen, mit ein Auge auf die Anlagen zu haben und „Missetäter“ direkt anzusprechen. „Der letzte dreiste Diebstahl“, so Glodowski, "fand in der vergangenen Woche statt, als eine Rampe aus dem Skaterpark geklaut wurde und diese jetzt sehr wahrscheinlich auf einen privaten Hof bespielt wird. Ich glaube zwar nicht, dass der- oder diejenige sich selbst anzeigt oder sich bei der Stadt meldet. Ich hoffe aber, dass der- oder diejenige noch ein bisschen Ehre im Leib hat und das Teil nachts wieder da abstellt, wo es gestanden hat.“