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Kinder nehmen in Kall die »Linie Zwo«

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Die »Linie Zwo« ist in Kall unterwegs. Der Jugendbus der kirchlichen Jugendarbeit in der Region Eifel macht ab jetzt jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr am Kaller Pfarrheim Halt. Mit Angeboten zum gemeinsamen Kochen und Spielen soll er Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche aller Nationen sein. Es ist kein Zufall, dass der Jugendbus ausgerechnet donnerstags nach Kall kommt: Gleichzeitig findet im Pfarrheim das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Kall statt. Während die Eltern sich austauschen, informieren und beraten lassen können, haben nun auch die Kinder mit der »Linie Zwo« einen eigenen Ort, an dem sie Gleichaltrige kennenlernen können. Auftakt Zum Auftakt des Projektes waren bereits zehn Kinder in die »Linie Zwo« eingestiegen. Gemeinsam mit den beiden Betreuern, Ingrid Wanninger-Woelk und Ingo Hamm, versammelten sie sich unter einem Zelt vor dem Bus und schnippelten buntes Gemüse. Tomaten, Paprika und Gurken wurden in einen leichten Salat verwandelt. Sogar ein Freiwilliger für das Zwiebelschneiden war schnell gefunden. Angemacht mit einer Salatsoße aus Essig und Öl und frischem Fladenbrot war das leckere Abendessen komplett und bald saß die Gruppe gemeinsam zum Essen um den großen Tisch. Gemeinschaftsaktion »Das gemeinsame Kochen ist eine Aktion, bei der sich die Kinder und Jugendlichen gut verständigen können. So wollen wir eine Basis schaffen, auf der sie miteinander umgehen können«, erklärte Ingrid Wanninger-Woelk. Initiiert worden war das Projekt von Helmut Woelk, dem Jugendbeauftragten in der Gemeinschaft der Gemeinden Kall-Steinfeld. Er war auf die Gemeinde Kall und die Flüchtlingshilfe zugekommen. Mit dem Jugendbus sollte gezielt eine Anlaufstelle für Flüchtlingskinder geschaffen und die Begegnung mit Kindern aus dem Ort ermöglicht werden. Neben den beiden Betreuern waren auch Pfarrer Hans-Joachim Hellwig und Alice Gempfer, die Integrationsbeauftragte der Gemeinde Kall, vor Ort. Alice Gempfer ist vom Grundgedanken der Begegnungsstätte überzeugt: »Der Bus ist eine tolle Möglichkeit für Kinder aus ganz verschiedenen Nationen – natürlich auch deutsche Kinder hier aus Kall – sich spielerisch kennenzulernen. Über das Thema Kochen ergeben sich ganz automatisch auch Fragen zu den verschiedenen Kulturen, die von den Busbegleitern aufgegriffen werden können.« Hände und Füße Die Sprachbarriere räumten die Kinder und Jugendlichen beim Salatschneiden ganz leicht mit Händen und Füßen aus. Worte wurden mit erklärenden Gesten unterstrichen und Geschwister übersetzten sich gegenseitig. Dabei wurde Gemüse geteilt, geschnippelt und gelacht. »Alle sind so nett miteinander umgegangen – das ist nicht selbstverständlich«, sagte Ingrid Wanninger-Woelk und auch Ingo Hamm freute sich: »Das sieht nach einem gelungenen Auftakt aus.« Die Kinder hatten ihren Spaß. »Ich esse sehr gerne Salat«, freute sich Katharina. Und Michelle versprach beim Abschied: »Ich komme nächste Woche wieder.« Mobile Küche Die »Linie Zwo« ist seit kurzem auch als Kochmobil ausgestattet. Die eigens von den Nordeifelwerkstätten in Zingsheim hergestellte Einrichtung umfasst Schubladen und Schränke für die Lebensmittel sowie eine Spüle, einen Herd und einen Backofen. So besteht die Möglichkeit, etwa gemeinsam Pizza zu backen. Tische und Bänke im hinteren Teil des Busses können außerdem zum Spielen und Malen genutzt werden. @ Mehr dazu im Netz: www.jugendarbeit-eifel.de