Bagger schweben über die Stadtmauer

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Diesen Arbeitstag werden die beiden Baggerführer Peter Schneider aus Harzheim und Simon Esch aus Pesch so schnell sicher nicht vergessen. Denn ihre Arbeitsgeräte, zwei Bagger mit einem Gewicht von 2,7 bzw. fast sieben Tonnen, schwebten über die Stadtmauer von Bad Münstereifel ins Bachbett der Erft. Dort hatten die beiden Baggerführer in der Nähe des Heisterbacher Tores unterhalb der stark zerstörten Werkbrücke gleich zwei Aufgaben: Sie müssen das Bachbett der Erft von den enormen Schuttmassen befreien, welche die Flutkatastrophe gleich hinter dem stark beschädigten Wehr hinterließ. Und zum anderen sollen die Ufermauern der Erft, die an einigen Stellen stark unterspült sind, mit dem vorhandenen Material stabilisiert werden. Um die beiden Bagger aber überhaupt ins Bachbett setzen zu können, hieß es am heutigen Donnerstag, 5. August, früh aufstehen. Direkt am Heisterbacher Tor wurde nämlich ab 6 Uhr in der Frühe ein 350 Tonnen Kran der Firma Wasel aufgebaut, dessen Aufgabe darin bestand, die beiden Bagger sicher im Bachbett abzusetzen – über eine Entfernung von rund 50 Metern und über eine Stadtmauer hinweg. Keine einfache Aufgabe, welche das professionelle Team des Unternehmens, das auf Schwerlastlogistik spezialisiert ist, mit Bravour erledigte. Klar ist schon jetzt: Der Kran wird noch einmal wiederkommen – um die beiden Bagger wieder aus dem Bachbett zu bergen. In der Zwischenzeit haben Peter Schneider und Simon Esch, die beide seit der ersten Stunde nach der Flutkatastrophe in Bad Münstereifel mit schwerem Gerät helfen, einiges an Geröll und Schutt zu bewegen. Übrigens: Das THW hat Mauern, angrenzende Häuser die die Werkbrücke mit Sensoren bestückt, um rechtzeitig eventuelle Absackungen erkennen zu können.

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