Online-Dienstleistungen. Zwischen Topp und Flopp

Die allgegenwärtige Verfügbarkeit des Internets macht das Smartphone in der Hosentasche zum Ersthelfer in gefühlt jeder Lebenslage. Dabei ist nicht jede Online-Dienstleistung wirklich empfehlenswert. Auf der Suche nach den Topps und Flops im Netz haben sich diese Ergebnisse aufgetan.

Online-Übersetzungen: Übersetzungsdienste sind topp in diesem Bereich

Abbildung 1: Online-Wörterbücher sind gut dazu geeignet, einzelne Worte online übersetzen zu lassen. Für umfangreichere Arbeiten, ist ein Übersetzungsdienst die bessere Wahl.

Wer ein Wort in einer fremden Sprache wissen möchte, klickt mal schnell ins Internet. Das ist durchaus legitim, allerdings sollte das Suchergebnis besser gegengecheckt werden, denn sonst ergeben sich diese Missverständnisse. Der untere Teil des Beines, die Wade, heißt auf Englisch „calf“. Wer jedoch andersherum sucht und wissen möchte, was „calf“ auf Deutsch bedeutet, der erhält das Suchergebnis „Kalb“. 

Tipp: Für die schnelle Übersetzung zwischendurch eignen sich Online-Wörterbücher von Leo, Linguee und Pons. Sie geben nicht nur ein Ergebniswort aus, sondern beleuchten auch den Gebrauch des Wortes, der dann Missverständnisse wie diese schnell aufdecken kann. Für Fachübersetzungen für Schule und Universität, für Software- und IT-Lösungen, Übersetzungen aus dem Bereich Tourismus sowie juristische Übersetzungen, ein korrektes Marketing-Wording sowie für viele weitere Spezialgebiete sind spezielle Online-Übersetzungsdienste, wie beispielsweise Easytrans24.com, die bessere Wahl.

Lebensmittel-Versand: Online-Supermärkte bekommen Minus-Punkte wegen Kosten

Abbildung 2: Zwar gibt es zahlreiche Supermärkte in der Region, allerdings scheint der Lieferservice sich wachsender Beliebtheit zu erfreuen. Das Problem sind nur die Kühlkette und die Kosten.

In Zeiten des Versandhandels neigen immer mehr Menschen dazu, wirklich alles per Klick zu ordern und sich direkt nach Hause liefern zu lassen. Das kann bei unspezialisierten Anbietern, wie beispielsweise Amazon, durchaus zu hohen Kosten führen oder zu Lieferbedingungen, die eher suboptimal sind. 

Tipp: Wer sich Lebensmittel liefern lassen möchte, sollte direkt beim Händler ordern. Mittlerweile bieten Einzelhändler wie Rewe und Edeka ihren eigenen Lieferservice an. Daneben gibt es picnic, supermarkt24, myTime, Allyouneed und viele andere Dienstleister, die versprechen, frische Ware schnell an die Haustür zu liefern und den Kunden damit einen willkommenen Service bieten. Das Problem am Online-Supermarkt sind jedoch nach wie vor die Einschränkung des Sortiments und die Kosten. Tiefkühlprodukte sind nur bei wenigen Anbietern verfügbar. Der konforme Transport ist schlichtweg zu aufwendig und letztlich auch teuer. Da nur wenige Anbieter einen erreichbaren Mindestbestellwert ausweisen, ist und bleibt der Online-Supermarkt ein teures Unterfangen, was noch dazu die regionalen Anbieter schwächt.

Vergleichsportale: Nur wenige bieten auch valide Informationen

Abbildung 3: Gibt es einen Online-Vergleich, muss transparent dargestellt werden, welche Parameter zum Vergleich herangezogen wurden.

Das Internet ist der beste Ansprechpartner, wenn es darum geht, Produkte, Leistungen und Preise zu vergleichen. Allerdings gibt es ein massives Problem – gerade im Bereich der Vergleichsportale. Thematisch betrachtet gibt es nahezu zu jedem Produkt und zu jeder Dienstleistung einen Vergleich, allerdings wird nur selten transparent dokumentiert, wer vergleicht und wie die Vergleichenden zu ihren Ergebnissen kommen. Das bedeutet auch: Vergleiche sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen, wenn unklar ist, unter welchen Gesichtspunkten verglichen wurde. Fällt darüber hinaus im Vergleich die Kennzeichnung von Produkten oder Inhalten mit dem Label „Anzeige“ auf, dann liegt der Verdacht nahe, dass sich die Anbieter eben dort gute Noten buchstäblich „erkaufen“ können. Wie Vergleichsportale richtige genutzt werden, verrät die Verbraucherzentrale in diesem Online-Ratgeber

Tipp: Ein Indiz, das anzeigt, dass ein Vergleich oder ein Test auch wirklich unter validen Testbedingungen durchgeführt wurde, lässt sich am Beispiel der Stiftung Warentest gut deutlich machen. Das Verbraucherportal führt regelmäßig Tests mit diversen Produkten durch. Grundsätzlich gehört eine Skizze der Testumgebung dazu, sprich: Es wird transparent ausgewiesen, welche Parameter zum Vergleich angelegt wurden und warum. Darüber hinaus gibt es eine umfangreiche Auswertung. Alle Tests der Stiftung Warentest gibt es online, allerdings sind nicht alle kostenfrei verfügbar. Was viele abschreckt, ist jedoch auch ein Qualitätskriterium, denn eine aus dem Internet zusammenkopierte Vergleichstabelle kann kostenfrei publiziert werden, wohingegen ein umfangreicher Test Kosten verursacht, die entsprechend umgelegt werden.

Ratgeber-Seiten: Links sind verräterisch, wahre Tipps funktionieren hingegen meistens

Abbildung 4: Valide Tipps stammen von echten Menschen, die kein Interesse daran haben, einen Verkaufslink zu setzen.

Immer dann, wenn derjenige, der einen Inhalt publiziert, keinen gewerblichen Ansatz verfolgt, ist es gut möglich und sogar durchaus realistisch, valide Antworten zu bekommen. Allerdings kann es für Otto-Normalverbraucher manchmal durchaus schwierig sein, herauszufinden, wie sich Werbung heute im Netz tarnt.

Tipp: Bei Portalen wie frag-mutti oder gute-frage gibt es meist dann valide Antworten auf Fragen, wenn ein sichtbarer Dialog zwischen denjenigen stattfindet, die eine Frage haben und jenen, die die passende Antwort darauf wissen. Verdächtig werden die Antworten allerdings dann, wenn Links darin erscheinen, die nicht etwa zu einer Seite mit rein informativem Charakter leiten, sondern eine Seite sich öffnet, auf der ein Produkt oder eine Dienstleistung zum Verkauf stehen. 

Abbildung 1: pixabay.com © geralt (CC0 Public Domain

Abbildung 2: pixabay.com © StockSnap  (CC0 Public Domain

Abbildung 3: pixabay.com © qimono (CC0 Public Domain

Abbildung 4: pixabay.com © Scottslm (CC0 Public Domain