Pech für Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen im DFB-Pokal

Die Auslosung für die zweite Runde des DFB-Pokals endete für Eintracht Frankfurt mit einem echten Kracher. Die Fußball-Mannschaft von Trainer Adi Hütter bekommt es mit einem Hochkaräter zu tun und muss zu Bayer Leverkusen. Das Duell mit dem Spitzenverein aus der Deutschen Fußball-Bundesliga stellt die hohen Ambitionen der Mannschaft schon kurz nach Beginn des DFB-Pokals auf den Prüfstand. Immerhin möchte man in dieser Saison weit kommen. Die Spiele der zweiten Hauptrunde finden noch vor Weihnachten statt. Dann wird man sehen, wer als Sieger aus diesem Spitzenduell hervorgeht.

Das Aufeinandertreffen der beiden Bundesliga-Teams in der zweiten Runde ist natürlich für beide Fußball-Mannschaften Pech. Schließlich wird eines der beiden Top-Teams den Wettbewerb nun frühzeitig verlassen müssen. Ganz anders sieht es da schon bei den Favoriten auf den Meistertitel in der Deutschen Fußball-Bundesliga aus. Beide Spitzenmannschaften haben einen Gegner aus der 2. Fußball-Bundesliga gezogen. Titelverteidiger FC Bayern München trifft auf Holstein Kiel, Borussia Dortmund tritt gegen Eintracht Braunschweig an.

Gute Lose für die Favoriten

Das sind machbare Gegner für beide Teams. Sie gelten nicht umsonst auch im DFB-Pokal als Sieganwärter. So hat der FC Bayern München auf Betway eine Fußball Wetten Siegquote von 2,20 (Stand 10.11.2020) und führt damit die Liste der Favoriten klar vor Borussia Dortmund an. Doch wie man bereits aus der Vergangenheit weiß, ist das Turnier immer wieder für eine große Überraschung gut. Grandios verlief es schon in der DFB-Pokalsaison 1997/98 für die Trier Eintracht, die es seiner Zeit bis ins Halbfinale schafften. Jüngstes Beispiel ist zudem Eintracht Frankfurt, die im Endspiel 2018 erfolgreich waren. Der Sieg gegen den FC Bayern München war für die Mannschaft ein gutes Omen, denn auch die folgende Saison brachte zahlreiche Höhepunkte hervor. Im Fokus stand dabei das sensationelle Abschneiden in der UEFA Europa-League. Dort drang Eintracht Frankfurt bis in das Halbfinale vor und scheitere nur ganz knapp gegen den FC Chelsea im Elfmeterschießen. Dieser Höhenflug ist Vorbild für die diesjährige Saison.

Eine Chance für die Underdogs

Wie immer lag auch diesmal vor der Ziehung jede Menge Spannung in der Luft. Der DFB-Pokal bezieht seinen enormen Reiz schließlich aus den Chancen der Underdogs. Zahlreiche Klubs, wie der SV Eintracht Trier 05, die im vergangenen Jahr durch „Trierer Jung“ Jonas Amberg verstärkt wurden, schwelgen gerne in Erinnerungen an ihre großen Erfolge in diesem Turnier. Was hier möglich ist, demonstrierte im letzten Jahr der Siegeszug des 1. FC Saarbrücken. Als erster Klub der Geschichte zog der Verein als Viertligist in das Halbfinale des DFB-Pokals ein. Keines der deutlich höher eingestuften Teams, wie Jahn Regensburg, 1. FC Köln, Karlsruher SC und Fortuna Düsseldorf, konnte das Team der Stunde stoppen. Erst Bayer Leverkusen beendete im Halbfinale die Siegesserie, wie die Saarbrücker Zeitung berichtete.
Diesmal waren neben zahlreichen Teams aus der Deutschen Fußball-Bundesliga und der 2. Fußball-Bundesliga auch fünf unterklassige Mannschaften mit dabei. Doch nicht alle von ihnen hatten das Glück, hochklassige Gegner zugelost zu bekommen. Der SSV Ulm trifft auf FC Schalke 04. Der SV Elversberg spielt gegen Borussia Mönchengladbach. Dynamo Dresden trifft auf den SV Darmstadt 98, Wehen/Wiesbaden bekommt es mit dem SSV Jahn Regensburg zu tun. Rot-Weiss Essen aus der Regionalliga West spielt gegen Fortuna Düsseldorf.

Ein Weihnachtswunder muss her

Eintracht Frankfurt hätte sich über ein Heimspiel gefreut, doch die Glücksfee hatte andere Pläne. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter zog nicht nur einen denkbar schweren Gegner, sondern muss das Spiel auch noch vor gegnerischem Publikum absolvieren. Das wird zweifellos keine leichte Aufgabe. Schließlich sprechen die letzten Ergebnisse der Frankfurter in Leverkusen nicht gerade für einen Durchmarsch. Doch Sport-Vorstand Fredi Bobic zeigte sich nach der Auslosung optimistisch. Schließlich habe Eintracht Frankfurt in der Vergangenheit im DFB-Pokal immer wieder bewiesen, dass die Mannschaft auswärts wichtige und unerwartete Siege erreichen könne. Das sei auch diesmal durchaus möglich.
Die Spiele finden kurz vor Weihnachten, am 22. und 23. Dezember statt. Dann kommt die Zeit, wo viele Menschen ihre Zeit im Kreise ihrer Liebsten verbringen. Dieses Jahr finden Weihnachten-Feiern sogar unter freiem Himmel statt. Für die Fans von Eintracht Frankfurt wäre ein Aufstieg wohl das schönste Weihnachtsgeschenk.
Die zweite Runde des DFB-Pokals markiert gleichzeitig das Ende der Spiele in diesem Jahr. Bereits am 2. Januar startet dann die Deutsche Fußball-Bundesliga neu. Der erste Gegner von Eintracht Frankfurt wird dann neuerlich Bayer Leverkusen sein. Die Chance zu einer möglichen Revanche findet jedoch vor heimischem Publikum in der Frankfurter Arena statt.

Eines ist bereits jetzt klar. Eintracht Frankfurt muss sich, um im DFB-Pokal weiterzukommen, deutlich steigern. Bereits in der ersten Runde tat sich die Mannschaft gegen den Drittligisten TSV 1860 München schwer. Der Sieg fiel mit 2:1 denkbar knapp aus. In der Deutschen Fußball-Bundesliga agiert das Team etwas zu zurückhaltend. Dementsprechend liegt Eintracht Frankfurt derzeit nur auf Platz elf der Tabelle. Die Fans sind jetzt gespannt, was sich Trainer Adi Hütter einfallen lässt, um die Herausforderung in Leverkusen zu meistern.