Hörprobleme: Anzahl betroffener steigt, doch die Behandlungsmethoden werden immer besser

Immer mehr Menschen sind von Hörproblemen betroffen. Während sich einige Symptome im Alltag nur langsam und unmerklich zeigen, führen andere zu einem kompletten Hörverlust. Deswegen wurden in den letzten Jahren viele Strategien und Verfahren entwickelt, um gegen Hörprobleme effizient vorzugehen. Neben einem Hörgerät sind beispielsweise Implantate hilfreich. Gelegentlich genügt es bereits, eine Krankheit, die zu Hörproblemen führt, gezielt zu behandeln. 

Ein Hörverlust tritt immer häufiger auf 

Hörprobleme entwickeln sich immer mehr zur Volkskrankheit. Viele merken lange Zeit nicht, dass ihr Hörvermögen nachlässt. Zwar müssen sie in Gesprächen häufiger einmal nachfragen oder den Ton beim Fernsehen etwas lauter stellen, grundsätzlich funktioniert die Kommunikation im Alltag aber noch. Allerdings kann es auch zu einem kompletten Hörverlust kommen. Dieser ist in einigen Fällen angeboren und wird in anderen Fällen erworben. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Gehör lauten Geräuschen kontinuierlich ausgesetzt ist oder es zu einem unerwartet lauten Knall kommt. Da die Zahl der Menschen mit einem Hörproblem kontinuierlich zunimmt, müssen gezielt Maßnahmen ergriffen werden, um dieses Phänomen in den Griff zu bekommen. 

Ein Hörgerät kann helfen 

Wenn Hörprobleme dauerhaft auftreten und nicht auf eine Krankheit zurückzuführen sind, helfen Hörgeräte ungemein. Sie sorgen dafür, dass bestimmte Frequenzen wieder besser gehört werden und dass die Betroffenen Gesprächen im Alltag leichter folgen können. Es gibt mittlerweile ganz unterschiedliche Varianten, aus denen Menschen mit Hörschwierigkeiten wählen können. 

Grundsätzlich wird zwischen Hinter-dem-Ohr Geräten und In-Ohr Varianten unterschieden. Diese sind mittlerweile angenehm zu tragen und fallen kaum noch auf. Das ist sowohl jungen Menschen mit Hörproblemen wichtig als auch Betroffenen, die unter einer Altersschwerhörigkeit leiden. Sinnvoll ist es, die Nutzung eines Hörgeräts mit einem Hörtraining zu kombinieren. So gewöhnen sich die Ohren schrittweise wieder daran, Töne und Frequenzen wahrzunehmen, die sie zuvor nicht mehr hören konnten. 

Behandlung eines krankheitsbedingten Hörverlusts 

In einigen Fällen sind Hörprobleme das Symptom einer zugrundeliegenden Krankheit. In einer solchen Situation ist es oft möglich, die Probleme in den Griff zu bekommen, indem die Erkrankung therapiert wird. Typischerweise tritt ein Hörverlust bei Herzbeschwerden und Störungen beim Stoffwechsel auf. Ebenso gehen Kreislaufprobleme nicht selten mit einer Beeinträchtigung des Hörsinns einher. Des Weiteren führen gewisse Nervenschäden zu Einbußen bei der Hörleistung. Gelegentlich sind Hörprobleme zudem Nebenwirkungen bestimmter Medikamente. Ferner kann es passieren, dass Beschädigungen am Außen-, Mittel- oder Innenohr vorliegen. Abhängig von der Ursache der Leiden, müssen jeweils andere Gegenmaßnahmen ergriffen werden. 

Hörimplantate bei starken Hörproblemen 

Hörimplantate kommen dann zum Einsatz, wenn das Hörvermögen einer Person bereits stark beeinträchtigt ist. Je nach Bedarf können Teil- oder Vollimplantate genutzt werden. Vor allem Menschen, bei denen In-Ohr Hörgeräte zu Entzündungen oder ähnlichen Beschwerden führen, sind Teilimplantate eine sinnvolle Lösung. Ebenso profitieren Menschen von diesem Verfahren, bei denen kombinierte Formen von Schwerhörigkeit auftreten. Sollte ein beträchtlicher Schaden am Innenohr vorliegen, sind hingegen Vollimplantate besser geeignet. Diese sind in der Lage, eine Taubheit oder Gehörlosigkeit gut in den Griff zu bekommen und den Betroffenen eine erhöhte Lebensqualität zu bieten. Wie bei Hörgeräten müssen auch bei Hörimplantaten Hörtrainings eingesetzt werden. So lernen die Menschen, die Signale, die an ihr Gehör gesendet werden, zu interpretieren und korrekt zu deuten. 

Fazit 

Hörprobleme sind kein Schicksal, mit dem sich die Betroffenen abfinden müssen. Im Gegenteil gibt es schon heute eine beachtliche Zahl an Verfahren, mit denen ein Hörverlust effektiv behandelt werden kann. Wichtig ist es, die gewählten Lösungen auf die einzelnen Patienten anzupassen. Während einige ein Hörgerät als echte Bereicherung empfinden, fühlen sich andere durch ein solches Gerät in ihrem Alltag und in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Nur wenn die gewählten Lösungen zu den Betroffenen passen, führen sie zu einer Verbesserung der Hörleistung und zu mehr Wohlbefinden.