Mini-PV-Anlagen für jedermann

Plug-in-Module für Photovoltaik können jetzt legal erworben und betrieben werden. Bewohner von Mietwohnungen profitieren am meisten! Jetzt informieren.

Mini-Photovoltaik-Anlagen – die Stromerzeugung des kleinen Mannes

Große Photovoltaik-Anlagen sind inzwischen weitgehend akzeptiert und der enorme Vorteil gegenüber der herkömmlichen Stromversorgung wird allseits anerkannt. Man sieht die Installationen in der ganzen Republik auf Dächern von Wohnhäusern, Supermärkten und Industriehallen. Viele Anlagen besiedeln Freilandflächen.

Die Mini-PV-Anlage ist eine etwas neuere Erscheinung. Sie offerierte Anfang des letzten Jahrzehnts eine verlässliche Option zur Erzeugung des Eigenbedarfs an Haushaltsstrom. Ein Rechtsstreit mit dem VDE (Verband für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik), der sich um normkonforme Anschlüsse drehte, verzögerte die Markteinführung. Inzwischen sind die Konflikte aufgrund des Inkrafttretens der DIN-Norm VDE 0100-551 gelöst, mit einem Balkonkraftwerk können jetzt wesentliche Teile des Stromverbrauchs in Eigenregie erzeugt werden.

Was ist ein Mini-PV-Kraftwerk?

Eine Mini-PV-Anlage wandelt, genau wie die schon bekannten größeren Solaranlagen, Sonnenstrahlung in elektrische Energie um. Dabei dient sie ausschließlich der privaten Stromversorgung, die Einspeisung eventueller Überschüsse ins Netz ist nicht möglich.

Die kleinen Kraftwerke werden als Plug-in-Photovoltaikanlagen geliefert. Das bedeutet, dass sie sich direkt nach der Lieferung aufstellen und nutzen lassen. Größere Arbeiten durch Elektrotechniker und Installateure werden überflüssig. Ein separater teurer Wechselrichter, der den produzierten Gleichstrom in den benötigten Wechselstrom umwandelt, ist nicht nötig. Die Anlagen sind mit einem integrierten Mikro-Wechselrichter ausgestattet. Dadurch ist auch für Privatpersonen eine einfache Installation mit dem hauseigenen Wechselstromnetz über eine Steckdose möglich.

Aufbau einer Mini-PV-Anlage

Im Gegensatz zu herkömmlichen PV-Kraftwerken verfügt die Mini-PV-Anlage über höchstens zwei Module. Der Anschluss an das hauseigene Stromsystem erfolgt über eine herkömmliche Schutzkontaktdose. Der Mikro-Wechselrichter ist mit einem Display ausgestattet und dient als Verbindungsstück zwischen Stecker und PV-Anlage.

Derzeit ist es noch verboten, Überschüsse dem Netz zur Verfügung zu stellen und Vergütungen zu erzielen. Herkömmliche Zähleruhren besitzen eine Rücklauffunktion, die Uhr dreht sich bei einer Einspeisung zurück. Deshalb muss beim Netzbetreiber der Austausch der Zähleruhr beantragt werden. Dieser installiert dann einen Zähler mit Rücklaufsperre. Mit einer Solarbatterie kann überschüssiger Strom gespeichert und für andere Zwecke genutzt werden.

Positionierung der Mini-PV-Anlage

Mini-Solaranlagen besitzen eine enorme Flexibilität und Mobilität. Sie können an vielen Orten verwendet werden. Vorzugsweise werden sie an Fassaden, Balkonen und Dächern angebracht oder im Garten und der Veranda aufgestellt. Sie dienen der Stromversorgung im Campingbus oder im Lkw. Aufbau und Montage sind nicht sehr anspruchsvoll, auch Laien bewältigen diese Anforderungen problemlos.

Werden die Anlagen fix installiert, ist es ratsam, sie im 30°-Winkel in Südrichtung aufzustellen. Dann wird in den hiesigen Breiten der beste Ertrag erzielt.

Unterschied zwischen Mini-PV- und herkömmlicher Solaranlage

Bisher wurden Photovoltaik-Anlagen hauptsächlich für den gewerblichen Gebrauch genutzt. Nur Firmen oder landwirtschaftliche Betriebe besitzen die dafür notwendigen großen Flächen, um die Anlagen auf ihren Dächern oder im Freiland gewinnbringend zu installieren. Auch Besitzer von Eigenheimen profitieren davon, können die Module doch auf Dächern und Garagen positioniert werden. Wer in einer Mietwohnung untergebracht ist, für den war eine Installation bisher unmöglich.

Große PV-Anlagen werden oft aus sogenannten “Dünnschicht”-Modulen hergestellt. Diese sind leichter und der Ertrag ist ca. um die Hälfte geringer als mono- oder polykristalline Module, aus denen die Mini-PV-Anlagen bestehen.

Für wen lohnt sich ein Mini-PV-Kraftwerk?

Langfristig lohnt sich eine solche Anlage für jedermann. Zum einen wird dem Bedürfnis zur Bekämpfung des Klimawandels Sorge getragen. Doch auch der rein wirtschaftliche Ertrag ist nicht zu verkennen. Die Plug-in-Module werden von den Herstellern mit langjährigen Garantien ausgestattet und die Wartung hält sich in überschaubarem Rahmen.

Allerdings hängt der eigentliche Ertrag eng mit der geografischen Lage und dem genauen Standort innerhalb Deutschlands zusammen. Süddeutschland ist mit Sonnenstunden reicher ausgestattet als die Regionen in Norddeutschland. Wer die Möglichkeit besitzt, seine Module in Südrichtung zu exponieren, erzeugt gemeinhin den meisten Strom. Aber auch eine Ausrichtung nach Westen oder Osten erzielt noch nennenswerte Erträge.

Fazit

Mit Mini-PV-Anlagen kann zwar nicht der Gesamtbedarf an Strom, den eine Immobilie verbraucht, gewonnen werden. Zudem dürfen Überschüsse nicht vergütet werden. Dank des günstigen Preises, der einfachen Installation und des geringen bürokratischen Aufwands eröffnen Mini-PV-Anlagen jedoch Möglichkeiten für die zahlreichen Mieter unseres Landes, zur Stromproduktion beizutragen und sich ein Stück weit von den Energieriesen unabhängig zu machen.