Warum essen die Deutschen so gern Brot?

Die Deutschen lieben ihr Brot. Durchschnittlich isst jeder Deutsche 21 Kilogramm Brot pro Jahr und im Mai feiern Brotliebhaber den Tag des Deutschen Brots. Insgesamt gibt es hier über 3000 Brotspezialitäten.

Vom Fladenbrot zum Vollkornbatzen

Brot gehört zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Überall auf der Welt wird Brot gegessen. Schon die alten Ägypter kannten etwa 30 verschiedenen Brotsorten. Ihr typisches Fladenbrot hat sich über die nordafrikanischen Grenzen hinaus verbreitet. Chapati, Naan, Baguette – kaum eine Mahlzeit kommt ohne Brot aus. Viele Bäckereien erweitern die bekannten Brotrezepte gern um neue Variationen. Auch die Bodenbedingungen in Deutschland begünstigen die Brotvielfalt. Während in Norddeutschland vorwiegend mit Roggen gebacken wird, setzt der Süden vorzugsweise auf Weizen. Anbaugebiete für Dinkel finden sich in Baden-Württemberg. Dass es gerade in Deutschland so viele Brotrezepte gibt, liegt unter anderem an der Ausbildung im Bäckerhandwerk. Nach wie vor ist es Tradition, dass Bäckergesellen auf die Walz gehen und regionale Brotbackkunst in Deutschland und über die Grenzen hinaus kennenlernen.

Wie der Toast auf deutsche Teller kam

Schon im Mittelalter verstand man die Kunst, Graubrot zu rösten. Das helle Toastbrot aus Weizenmehl ist in Deutschland jedoch erst seit den 1950-er Jahren populär. Möglich wurde der Genuss am Frühstückstisch durch den elektrischen Toaster, der zuerst in Amerika auf den Markt kam. Der Begriff Toast stammt allerdings aus Großbritannien, denn „to toast“ heißt schlichtweg „rösten“. Es waren auch die Engländer, die den Toast in Amerika bekannt gemacht haben. Auf der Insel ist geröstetes Toastbrot mit Butter bereits seit dem 17. Jahrhundert beliebt. Im Gegensatz zu dem festeren deutschen Weißbrot, ist das englische Toastbrot fluffig weich und zart.

Sandwichtoast in den USA genießen

Liebhaber des weichen englischen Toastbrots werden auch an dem amerikanischen Sandwichtoast ihre Freude haben. Neue und raffinierte Toast-Sorten mit Zimt und Rosinen oder Artisanal Toast mit unterschiedlichen Mehlsorten liegen im Trend. Im Bäckereicafé „The Mill“ in San Francisco stehen täglich vier verschiedene, neue Toastkreationen auf dem Menü. Die Preise für eine Scheibe Toast sind so saftig wie das Brot. Jede 2,5 cm dicke Scheibe kostet vier Dollar - Belag extra. Wer den Trend-Toast als Tourist in San Francisco probieren möchte, muss zunächst einen ESTA-Antrag online ausfüllen. „ESTA“ ist die Bezeichnung für das elektronische System zur Reisegenehmigung - die Voraussetzung für die Einreise in die USA. Halten Sie für die Antragstellung Ihren Personalausweis bereit, denn während des Antrags wird die Nationale Identitätsnummer ESTA abgefragt. Der Antrag muss spätestens 3 Tage vor der Abreise online gestellt werden und ist zwei Jahre lang gültig. Reisende dürfen sich 90 Tage lang in den USA aufhalten – egal, ob es sich um eine Geschäftsreise oder einen Urlaub handelt.

Die Erfindung des Hawaii Toasts

Der Klassiker der Retro Küche wurde tatsächlich in Deutschland erfunden. Deutschlands erster Fernsehkoch Clemens Wilmenrod brachte mit phantasievollen Kreationen in seiner Kochshow ein wenig Exotik in das Nachkriegsdeutschland. Neben dem Hawaii-Toast gab er seinen Rezepten zum Nachkochen klangvolle Namen wie „Arabisches Reiterfleisch“ – eine Frikadelle mit Paprikapulver – oder Spaghetti nach Art der schwarzen Carola. Die beliebte Fernshow sendete aus dem Hamburger Bunker auf dem Heiligengeistfeld, der damals Sitz des Nordwestdeutschen Rundfunks war.

 

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