Warum Legionellen im Trinkwasser nicht zu unterschätzen sind

Es wird gefühlt alle paar Tage im Netz vor der Gefahr von Legionellen gewarnt. Doch wie schlimm sind diese Bakterien wirklich? Und warum unterschätzen viele Menschen noch immer, dass eine Ansteckung schwere gesundheitliche Folgen mit sich bringen kann? Wie gefährlich die stäbchenförmigen Keime wirklich für den Organismus sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum sind Legionellen so gefährlich?

Wer sich mit Legionellen infiziert, kann an der schwerwiegenden Legionärskrankheit erkranken. Dabei handelt es sich um eine nicht zu unterschätzende Lungenentzündung. Unbehandelt kann sie im schlimmsten Fall zum Multiorganversagen und Tod führen.
Die typischen Symptome für die gefürchtete Legionärskrankheit sind ein starkes Krankheitsgefühl mit bis zu 40 Grad Celsius hohem Fieber. Dazu kommen Verwirrtheitszustände oder aber auch Kopfschmerzen und Durchfall. Wer an Legionellen erkrankt, kämpft nicht selten bis zu vier Wochen mit seiner Gesundheit.
Deutlich häufiger treten jedoch Fälle von Pontiac-Fieber auf. Betroffene leiden zwar nicht unter einer Lungenentzündung, aber weisen Grippesymptome auf. Dazu gehören Gliederschmerzen, Fieber, Husten, Schüttelfrost und Schlappheit.
Besonders heimtückisch an Legionellen ist, dass bereits eine kleine Menge von ihnen ausreicht, um schwerwiegend zu erkranken.

Diese Personengruppen sind besonders gefährdet

Selbst wenn viele Menschen das Pontiac-Fieber innerhalb weniger Tage erfolgreich wegstecken, so gibt es Personen, die besonders gefährdet sind, Legionellose zu bekommen.
Dazu gehören vor allem ältere Menschen und Personen, die ein schlechtes Immunsystem vorweisen. Folglich gehören chronisch vorerkrankte sowie geschwächte Menschen dazu. Aber auch Babys, die noch kein ausgereiftes Immunsystem haben, sind dieser Gefahr ausgesetzt.
Wichtig zu wissen ist, dass bei einer besonders hohen Keimzahl auch gesunde Menschen Legionellose bekommen können. Folglich sollten Vermieter stets eine regelmäßige Laboranalyse veranlassen.

Legionellen lauern im Badezimmer

Wer es liebt, sich unter warmem Wasser zu duschen und dabei zu entspannen, wird ab sofort im Hinterkopf haben, dass sich im Wasserdampf gefährliche Keime befinden können. Durch das Einatmen des warmen Wasserdampfes haben Legionellen die Chance, über die Atemwege in die Lunge zu gelangen. Bei einem hohen Befall besteht so die Gefahr, dass es entweder zu Fieber oder der gefürchteten Legionärskrankheit kommt.
Doch auch in Bädern lauert die Gefahr. So wurde erst vor wenigen Wochen bekannt, dass im Lehrschwimmbecken Hildesheim Legionellen nachgewiesen wurden. Um sicherzugehen, dass es in Zukunft zu keinem weiteren Legionellenbefall mehr kommt, wurde das Material in den Filterbehältern gewechselt.

So finden Sie heraus, ob sich in Ihrem Badezimmer Legionellen befinden

Es gibt nichts Schöneres, als sich nach einem stressigen Arbeitstag unter der Dusche zu entspannen. Anstatt jetzt jedes Mal Angst vor einem Legionellenbefall zu haben, empfiehlt es sich, die Wasserqualität testen zu lassen.
Die leicht anzuwendenden Test-Sets lassen sich zu Hause durchführen. Dazu entnimmt man eine Wasserprobe und sendet diese anschließend in ein dafür akkreditiertes Labor, welches eine Analyse vornimmt.
Der Verbraucher erhält dann binnen weniger Tage das Testergebnis. Zur Auswahl stehen neben Legionellen-Wassertests auch andere wichtige Prüfwerte. So lässt sich mit einer kleinen Probe die Anzahl der Keime herausfinden. Wer wissen möchte, ob sich im Wasser gesundheitsgefährdende Metalle wie Aluminium, Blei oder Nickel befinden, wird ebenfalls fündig.
Des Weiteren lässt sich die Qualität des Wassers auf Krankheitserreger wie Enterokokken oder auch Fluorid sowie der pH-Wert testen.
Macht man sich Sorgen, wie es um die Bodenbeschaffenheit aussieht, so lässt sich mit einem hierfür speziellen Test ebenfalls herausfinden, wie es um die Konzentration von Nähr- und Schadstoffen besteht.