Einbruch und andere Notsituationen: Für ein sicheres Zuhause sorgen

Wohnungseinbrüche und andere Katastrophen, die sich in den eigenen vier Wänden ereignen, sind alltägliche Vorkommnisse in Deutschland. Auch das Aussperren aus dem eigenen Heim kennen viele Menschen aus Erfahrung. Doch, was ist in solchen Notfällen zu tun? Bewohner haben es selbst in der Hand, mit geeigneten Maßnahmen zu einem unfallfreien, sicheren Zuhause beizutragen. 

Mit den richtigen Maßnahmen vor Haus- oder Wohnungseinbrüchen schützen

Die Zahl der Einbrüche in privaten Haushalten reißt nicht ab. Laut der polizeilichen Kriminalstatistik für Rheinland-Pfalz ging die Zahl der Einbrüche in privaten Häusern und Wohnungen im Jahr 2016 aber leicht zurück.  6.744 Fälle lagen der Polizei vor – viele von ihnen konnten aufgeklärt werden. Ein Grund, warum die Einbrecher in den letzten Jahren zunehmend erfolglos agierten, ist die wachsende Sensibilität der Bevölkerung. Die Menschen bringen mehr Ressourcen auf, um das eigene Zuhause sicher und komfortabel zugleich auszustatten. Grundsätzlich gibt es drei Eckpfeiler, mit denen sich das eigene Zuhause sicherer gestalten lässt:

  • Das eigene Verhalten leistet einen nicht unerheblichen Beitrag, damit Einbrecher nicht in die privaten Räumlichkeiten gelangen. Bewohner, die daheimbleiben, sind nicht automatisch vor Einbrüchen geschützt. Viele Einbrecher dringen tagsüber in die Wohnung ein. Sie klingeln überraschend und geben sich als neuer Nachbar aus oder entdecken den ein oder anderen „versteckten“ Schlüssel an „geheimen“ Orten im Garten oder vor dem Haus. Bei unerwarteten Besuchern gilt, vorher einen Blick durch den Türspion zu werfen, ehe der Wohnungsbesitzer die Tür öffnet. Ebenfalls lassen sich Schlüssel nicht an „geheimen“ Orten wie in Blumentöpfen oder unter Fußmatten aufbewahren – zu groß ist die Gefahr, sich selbst auszuschließen oder Opfer eines Diebstahls zu werden. Selbst für kurze Wege am Tag, die nicht länger als zehn Minuten dauern ist es ratsam, die Tür abzuschließen und alle Fenster und Türen geschlossen zu halten. Wenn der Schlüssel in der Wohnung liegen bleibt oder auf sonstigen Wegen plötzlich abhandenkommt, gibt es einen örtlichen Schlüsselnotdienst, der innerhalb weniger Minuten vor Ort ist und die Tür schnell und zuverlässig öffnet. 
  • Viele Einbrecher sind keine Profis, sondern gelegentliche Täter. Sie agieren mit „einfachen“ Werkzeugen wie Schraubenziehern und versuchen, sich an schlecht gesicherten Türen und Schlössern Zugang zum Inneren des Hauses zu verschaffen. Mechanisch gesicherte Fenster und Türen, die mit einem zusätzlichen Schloss verriegelt sind, schrecken Eindringlinge ab. Diese scheuen den Lärmpegel und den zeitlichen Aufwand, der nötig ist, um ein einbruchsicheres Schloss mit Polyzylinder zu knacken oder abgesicherte Fenster zu öffnen. Balkone und Terrassen lassen sich mit entsprechenden Gittertüren oder Rollgittern einbruchssicher ausrüsten. 
Gut gesicherte Fenster und Türen schrecken Einbrecher bereits beim Versuch ab, in das Hausinnere zu gelangen.
  • Ein sicheres Zuhause bedeutet, die Nachbarn im Blick zu behalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Nachbarn, die sich gut verstehen, geben aufeinander Acht und haben regelmäßig das Haus des anderen im Blick, wenn er für eine Weile im Urlaub ist. Die Aufmerksamkeit muss nicht überwachend geprägt sein. Den Nachbarn ist viel geholfen, wenn der Briefkasten während der Urlaubszeit nicht mit Werbung überquillt und der Anwohner nebenan aufmerksam agiert, sobald er verdächtige, fremde Fahrzeuge am Grundstück bemerkt oder unbekannte Personen ausfindig macht, die ohne ersichtlichen Grund auf dem Grundstück der Nachbarn herumlaufen. 

Brände ziehen erheblichen wirtschaftlichen und finanziellen Schaden nach sich

Eine weitere Katastrophe neben einem Einbruch ist ein Brandfall. Brände sind tückisch, da sie oftmals erhebliche Schäden verursachen. Im schlimmsten Fall ist die Wohnung danach unbewohnbar. Liegt ein eigenes Verschulden vor, bleibt der Bewohner oftmals auf den Kosten sitzen, da eine Versicherung nicht für den Schaden aufkommt. Umso wichtiger ist es für Haus- und Wohnungseigentümer, über die Brandursachen und Schutzmaßnahmen Bescheid zu wissen. Damit ein Feuer entsteht, treten folgende Faktoren gemeinsam und gleichzeitig auf: Brennbare Materialien, zu denen beispielsweise Textilien, Holz und Papier gehören, kommen in Kontakt mit einer Zündquelle und sind Sauerstoff ausgesetzt. Daraufhin erfolgt eine chemische Kettenreaktion – der Brand. Der zunächst begrenzte Schwellbrand entwickelt sich rasch zu einem lokalen Brand, der sich bei zunehmender Hitze großflächig ausbreitet. Damit es nicht so weit kommt, sollten Verbraucher die Ursachen, die einen Brand begünstigen, kennen und vermeiden. Häufig begünstigen alte und defekte elektronische Geräte einen Brand. Mehrfachsteckdosen, die üblicherweise ab 3.500 Watt überhitzt werden sowie eigenes Fehlverhalten im Umgang mit den Geräten tragen ebenfalls zu einem Brand bei. 

Wie lässt sich ein Brand im Haus oder der Wohnung verhindern?

Menschen, die überlegt handeln, können in vielen Fällen Bränden in den eigenen vier Wänden gezielt vorbeugen. Sie verhalten sich richtig, indem beispielsweise Halogenleuchten nicht mit Papier und anderen Stoffen umhüllt werden, die leicht entflammbar sind. Ebenfalls gehört der „Stand-by-Modus“ von Fernseher, Stereoanlage oder anderen elektrischen Geräten ausgeschaltet, wenn niemand im Haus ist. So lässt sich eine Überhitzung der Anlage vermeiden, die zu einem Kurzschluss führen kann, der im schlimmsten Fall einen Brand erzeugt. Offenes Feuer ist ein weiterer Risikofaktor im Haushalt. Brennende Kerzen sollten nie für längere Zeit unbeaufsichtigt in der Nähe von Textilien oder Holzmöbeln stehen bleiben. 

Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt abbrennen, da sie selbst durch einen Luftzug nahegelegene Textilien entflammen können.

Weiterhin ist das Rauchen auf dem Sofa oder im Bett tabu, damit die Glut der Zigarette keinesfalls mit Stoffen in Berührung kommt, die Feuer fangen können. Auch beim Kochen entstehen Brände. Pfannen mit heißem Öl entzünden sich bei 280 Grad. Sie sind ab einer bestimmten Temperatur von der Herdplatte zu nehmen. Entflammbare Textilien wie Handtücher oder Topflappen sind eine zusätzliche Gefahrenquelle und während des Kochens in ausreichender Entfernung aufzubewahren. Wenn es zum Brand kommt, gilt: Fettbrände nicht mit Wasser ablöschen und einen Feuerlöscher einsetzen. Ist der Brand bereits zu großflächig, hat das eigene Leben Priorität. Alle im Haus befindlichen Personen sollten durch nicht verrauchte Räume und Treppen in Sicherheit gelangen und sofort die Feuerwehr verständigen. 

Moderne Technik erhöht die Sicherheit Zuhause

Neue Funktionen und Programme im „Smart Home“ sorgen während der Abwesenheit für mehr Sicherheit.

Innovative Haustechnik bringt für Hausbesitzer, die sich für ein „Smart Home“ entscheiden, viele Vorteile in Punkto Sicherheit. Automatisierte Tore, Türen, Schlösser und Anlagen sind per Tablet, Smartphone oder Computer steuerbar und halten gemeinsam mit einer leistungsfähigen Alarmanlage zuverlässig Einbrecher fern. Unzählige Programme stehen mittlerweile zur Auswahl, die sich beispielsweise in der Urlaubszeit verwenden lassen. Mittels automatischer Technik ist das Licht im Haus während die Bewohner abwesend sind, zu beliebigen Zeiten an- und ausschaltbar. Selbst über entstehende Brände wird der Bewohner dank einer Alarmfunktion via Handy informiert.