Sparen mit Spaß – auf Schnäppchenjagd im Internet

Spätestens seit "Geiz ist geil" hat es die Meisten von uns gepackt - das Schnäppchenjagd-Fieber. 

Warum sollte man auch für etwas freiwillig mehr bezahlen, wenn man es woanders günstiger bekäme? Und so werden fleißig Angebote verglichen, mit Preisturz-Alerts versehen, Gutschein- und Rabattcodes gesammelt und Ausverkäufe gestürmt. 

Längst erfreuen sich Verbraucher auch online sowohl an altbekannten Rabattaktionen als auch an ganz neuen Möglichkeiten, die die Online Schnäppchenjagd bietet.

Ein kurzer Überblick 

  • Sonderangebote/Sales (Schluss- und Ausverkäufe, Wochenangebot, Deal des Tages...) 
  • Gutschein- und Rabbattcodes 
  • Aktionstage (Black Friday, Cyber Monday...) 
  • Cashback Angebote (z. B. über Seiten wie shoop.de oder aklamio.com) 
  • "Error Fares" nutzen (z. B. mit errorfarealerts.com)
  • Shopping Clubs (z. B. brands4friends.de, groupon.de)
  • Second Hand/gebraucht Kauf 
  • Online Auktionshäuser
  • Preisvergleichsseiten 

Unterscheiden sich beispielsweise Aktionstage, Schlussverkäufe und der Gebrauchtwarenmarkt kaum von denen, die man aus dem stationären Einzelhandel, aus Kleinanzeigen oder Flohmärkten kennt, lohnt es sich bei anderen Angeboten, einmal genauer hinzuschauen:

Gutschein- und Rabattcodes 

Gutschein- und Rabattcodes gibt es mittlerweile online wie offline praktisch überall und bieten damit das breiteste Spektrum an Sparmöglichkeiten. Mit beinahe jedem getätigten Einkauf erhält man automatisch einen solchen Code, meist mit einem Rabattversprechen auf den nächsten Einkauf. Sie liegen erhaltenen Bestellungen bei, stapeln sich im E-Mail-Eingang in den Newslettern diverser Versandhändler und finden sich auf Kassenbons von Drogeriemarktketten wieder. Häufig sind solche Gutscheincodes zeitlich nur begrenzt einlösbar, so gewinnen Händler eine neue, einfache Art der Kundenbindung. 

Was aber, wenn man noch gar keinen Einkauf getätigt hat oder gezielt nach Rabatten für einen bestimmten Artikel oder Anbieter sucht? Hier bietet das Internet eine Vielzahl von Plattformen (z. B. shopclever.de, gutscheine.de u.v.a.), auf denen solche Aktionscodes aus allen Bereichen angeboten oder verlinkt werden. Dort lässt sich über die Suchfunktionen genau bestimmen, wonach man sucht und so findet man rasch den passenden Code für den geplanten Einkauf. 

Rabatt- und Gutscheincodes begegnen uns aber längst nicht mehr nur bei der Anschaffung von Dingen. Auch bei unseren Freizeitaktivitäten können wir mit ihrer Hilfe so manchen Euro einsparen. So bieten zum Beispiel Online Casinos ihren Neukunden eine Vielzahl von Einstiegsangeboten. Die Konditionen für den Erhalt dieser Eröffnungsrabatte sind unterschiedlich, beispielsweise gibt es einige Bedingungen um den Bet365 Angebotscode nutzen zu können. In den meisten Fällen werden diese aber ohnehin durch die erste Teilnahme erfüllt. 

Oft findet man auch bei Onlineshops solche Erstbesteller-Rabatte. Bei Neuanmeldungen egal in welchem Bereich lohnt es sich also immer, auf solche Aktionen zu achten. 

Cashback Angebote 

Cashback oder Payback Systeme kennt man bereits in Form von Treuepunktaktionen und diverser Punktekarten (Deutschlandcard, Payback,...) aus dem stationären Einzelhandel. 

Im Onlinehandel haben sich Cashback Portale inzwischen einen breiten Markt erschlossen. Sie arbeiten mit Onlineshops zusammen, denen sie gegen eine Provision Kunden vermitteln. Ein Teil der Provision geht zurück an den Kunden, der den entsprechenden Einkauf getätigt hat - dieser erhält also sein "cash back" (z. Dt. "Bares zurück").

Bei der Nutzung dieses Systems kommt es vor allem darauf an, die Preise des gewünschten Artikels im Vorfeld genau zu recherchieren. Ebenso ist es sinnvoll, andere Rabattmöglichkeiten mit den Cash Back Aktionen zu vergleichen, um den höchstmöglichen Preisnachlass zu erzielen. 

Error Fares nutzen 

Als "Error Fares" bezeichnet man Preise, die, meist durch einen Fehler beim Einstellen verursacht, überraschend günstig sind (z. B. kann eine Pauschalreise im eigentlichen Wert von 1112€ plötzlich für 112€ ausgezeichnet sein). Am häufigsten finden sich diese "Error Fares" auf Reise- und Flugportalen. 

Entdeckt man so ein versehentliches Schnäppchen, sollte man sofort zuschlagen, ohne den Preis beim Anbieter zuvor zu hinterfragen. Durch die Masse der Buchungen fallen solche Fehler oftmals gar nicht auf. Dennoch bleibt auch nach erfolgreicher Buchung das Risiko bestehen, dass er eben doch ans Tageslicht kommt und der viel zu günstig ergatterte Urlaub storniert wird. In diesem Fall bleibt einem nur, auf die Kulanz des Hotels, der Airline oder des Reiseveranstalters zu hoffen und mit etwas Glück liegt man schon bald für ein paar Euro am Strand. 

Shopping Clubs

Bei Shopping Clubs handelt es sich um geschlossene Shopping Communities (z. Dt. "Einkaufsgruppen), für deren Nutzung man mindestens registriertes Mitglied sein muss. Häufig wird zur Anmeldung ein "Club-Code" benötigt, den man nur erhält, wenn man durch jemanden, der bereits Mitglied ist, geworben wird. Natürlich erhält auch der Werbende hierfür eine Prämie. 

Die angebotene Ware besteht größten Teil aus Retourenmengen, Überschussware und Restposten und so ist dieses Konzept vergleichbar mit dem stationären Fabrikverkauf. Nicht selten lassen sich innerhalb dieser Plattformen gerade bei Markenprodukten echte Schnäppchentreffer landen. 

Preisvergleichsseiten 

Ähnlich genervt, wie man sich einst durch zahllose Werbeprospekte geackert hat, sitzt man heute oft stundenlang vor dem Bildschirm, um die Angebote verschiedener Onlinehändler zu vergleichen. 

Aber das muss nicht sein!

Für beinahe jede Sparte gibt es Preisvergleichsseiten. Ob für Flugreisen, Hotels, Pauschalreisen, Elektrogeräte, Möbel, Energieanbieter oder Handyverträge - all das lässt sich mit ein paar Klicks online vergleichen. Die jeweilige Website übernimmt hier die Arbeit des mühsamen Heraussuchens auf den Seiten der einzelnen Anbieter und führt den potenziellen Kunden schnell zu den aktuellen, günstigsten Angeboten des gewünschten Produkts. Damit bilden sie eine hervorragende Basis für die erfolgreiche Schnäppchenjagd, denn hat man erstmal ein verlockendes Angebot gefunden, lässt sich der Preis oft durch die oben genannten Optionen noch weiter reduzieren. 

Fazit

Grundsätzlich gilt für jede Schnäppchenjagd folgende goldene Regel:

Im Vorfeld sollte man sich genau im Klaren darüber sein, was man wirklich kaufen möchte, um zu vermeiden, am Ende Geld nur aufgrund des niedrigen Preises für ein Produkt auszugeben, dessen Kauf ursprünglich gar nicht geplant war. 

Beachtet man diese Regel und investiert ein wenig Zeit und Geduld, sich im Angebotsdschungel zurechtzufinden, ist der Erfolg bei der Jagd nach der Krone des Schnäppchenkönigs nicht mehr weit! 

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