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Eine Tour zum Nordkap

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250 Teams machen sich am 17. Juni auf den Weg von Hamburg Richtung Nordkap. Die Baltic Sea Circle Rallye 2017 führt über 16 Tage durch zehn Länder in Nordeuropa und legt dabei eine Strecke mehr als 7.500 Kilometern zurück. Mit dabei sind Dietmar Brand, Marc Sebastian, Georg Giffels und Dieter Broicher aus Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Die Baltic Sea Circle Rallye führt Von Hamburg über Skandinavien bis ans Nordkap und über Russland und die baltischen Staaten zurück nach Deutschland. Das Racing-Team Blanc-de-NoAhr aus der Kreisstadt geht mit zwei Fahrzeugen an den Start. Dietmar Brand und Marc Sebastian werden einen 5er BMW Touring über die 7.500 Kilometer fahren. Georg Giffels und Dieter Broicher pilotieren einen T4 VW-Bus.
Weinfreunde mit Faible für Motorsport
»Wie der etwas eigenwillige Teamname unschwer erkennen lässt, handelt es sich bei unserem Team um vier motorsportbegeisterte Weinfreunde aus dem Ahrtal. Wir sehen uns sozusagen als eine Art Botschafter des Ahrweins«, erklärt Dietmar Brand. »Ein Abenteuer, das man sein ganzes Leben nicht vergessen wird. Schön wenn es auch andere nicht vergessen«, erklärt Brand.
Guter Zweck als wesentliches Element
Die Grundidee hinter der Baltic-Sea-Circle-Rallye ist, durch Spendengelder und Charity-Projekte die Welt etwas zu verändern und zu verbessern. Zunächst gilt es, einen gewissen Spendenbetrag für einen guten Zweck zu sammeln, um überhaupt als Teilnehmer für die Rallye zugelassen zu werden. So haben die Organisatoren der Rallye im letzten Jahr insgesamt über 300.000 Euro für karitative Zwecken spenden können. Das Team aus dem Ahrtal hat sich für die Familienhilfseinrichtung Bunter Kreis Rheinland e.V. als Spendenempfänger entschieden. Unterstützt werden sie bei ihrem Rallye-Start durch das Internetportal Rotweinwanderweg.de, das als Sponsor fungiert.
Karte und Kompass müssen ausreichen
Während der Rallye sind keine Navigationssysteme erlaubt, Karte und Kompass müssen den Fahrern und Co-Piloten zur Orientierung reichen. »Die Route ist eher eine grob gezogene Linie als eine konkret abgesteckte Strecke. Landstraßen werden bevorzugt. Spätestens hier ist zu erkennen, dass bei der Rallye das Abenteuer und das Erleben der verschiedenen Kulturen im Vordergrund stehen und nicht der Gedanke, als Erster über die Ziellinie zu rollen«, verrät Georg Giffels. Eine ausgeklügelte Roadmap, die kurz vor dem Start an die Teilnehmer ausgehändigt wird, sieht zudem einige spaßige Tagesaufgaben vor. »Das kann zum Beispiel bedeuten, dass wir unterwegs in einem der Seen in Schweden baden gehen müssen, oder dass wir ein Gruppenbild vor einer bestimmten Kathedrale in Russland aufnehmen müssen«, erklärt Marc Sebastian. Eine weitere, wesentliche Rahmenbedingung der Rallye nennt Dieter Broicher, der Vierte im Bunde: »Die Rennleitung schreibt vor, dass die teilnehmenden Fahrzeuge mindestens 20 Jahre alt sein müssen«.
Am Samstag, 17. Juni Startet die Rallye, die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen. Das Zelt wurde mehrfach zur Probe aufgebaut, Kühl- und Ölflüssigkeiten der Fahrzeuge sind gecheckt und die letzten Kleinigkeiten organisiert.