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AKW Cattenom: Grüne und CDU prüfen Klage

Das Atomkraftwerk (AWK) im französischen Cattenom gilt als Pannenmeiler. Regelmäßig kommt es hier zu Störfällen. Die Trierer Stadtratsfraktionen der Grünen und der CDU wollten nun prüfen lassen, ob sie gegen das AKW klagen können.
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Das AKW Cattenom befindet sich nur rund 50 Kilometer von Trier entfernt. Foto: Archiv/Scholl

Das AKW Cattenom befindet sich nur rund 50 Kilometer von Trier entfernt. Foto: Archiv/Scholl

"Die vom AKW Cattenom ausgehende Gefahr kann den Menschen in der Region nicht mehr zugemutet werden. Es ist Zeit, dass der Pannenreaktor in Cattenom endlich abgeschaltet wird", so Peter Hoffmann, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Trierer Stadtrat.  "Störfälle werden zu spät veröffentlicht, Konsequenzen gibt es meist keine", ergänzt Elisabeth Tressel, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, "wir verlangen daher die Prüfung einer Klage gegen den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks."

Untragbares Sicherheitsrisiko

Das 1986 in Betrieb genommene Kraftwerk sei ein untragbares Sicherheitsrisiko. "In den vergangenen 30 Jahren gab es bereits 800 Störfälle. Geht es nach dem Willen der französischen Nachbarn, läuft der Meiler noch weitere 30 Jahre. Das ist nicht hinnehmbar" , so die Antragsteller. Dabei versage nicht nur die Leitung des Kraftwerks regelmäßig, sondern auch die französische Atomaufsichtsbehörde. Grüne und CDU beziehen sich dabei auf eine Studie, die von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Grüne in Auftrag gegeben wurde. "Die Untersuchung deckt gravierende Mängel im Sicherheitskonzept auf und weist nach, dass aktuelle Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt werden - obwohl diese von Vertretern der französischen Behörden mit beschlossen wurden. Wir möchten dagegen vorgehen und fordern Bund, Länder und Kommunen in der Region auf, sich anzuschließen" betonen beide abschließend.