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Arbeitsmarkt bleibt trotz mehr Arbeitslosen stabil

Trotz des Anstieges der Arbeitslosenzahlen zeigt sich der Arbeitsmarkt in der Region Trier stabil. Den Grund für den deutlichen Aufwuchs bei den arbeitslosen Menschen macht Heribert Wilhelmi, Leiter der Agentur für Arbeit Trier, an den klassischen saisonalen Branchen fest: "Ende Dezember entlassen leider sehr viele Betriebe aus saisonalen Gründen ihre Mitarbeiter. Als Beispiele sind hier die Betriebe des Baugewerbes und der Gastronomie zu nennen."
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Foto: FF

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Aktuell bedeutet das für die Region Trier, dass 11.166 Menschen arbeitslos gemeldet sind. Daraus errechnet sich eine Arbeitslosengquote von 3,9 Prozent, 0,1 Prozentpunkte über dem Novemberwert. Am Stärksten wirkt sich die saisonale Schwankung auf den Landkreis Bernkastel-Wittlich aus, in dem die Quote um 0,2 Prozentpunkte steigt. In den übrigen Landkreisen der Region Trier sowie der Stadt Trier steigt die Quote um 0,1 Prozentunkte.

Differenziertes Bild

Auch der Blick auf die beiden Rechtskreise des Sozialgesetzbuches (SGB), das regelt, wie arbeitslose Menschen in Deutschland unterstützt werden, liefert ein differenziertes Bild. Im SGB III, also unter den Menschen, die in der Regel noch nicht länger als ein Jahr arbeitslos sind und von der Agentur für Arbeit beraten werden, stieg die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 341 auf 5.176 Personen an. Im Vergleich zum Dezember 2015 sind es jedoch 80 Personen weniger. In der Grundsicherung des SGB II zählten die Statistiker im Dezember 5.990 Arbeitslose. Das sind 121 Jobsuchende mehr als im November und 295 mehr als im Dezember des Vorjahres. "Der Anstieg im Rechtskreis des SGB II ist hauptsächlich auf anerkannte geflüchtete Menschen zurückzuführen, die sich nach ihrer Anerkennung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bei den Jobcentern arbeitslos melden", so Heribert Wilhelmi.

Blick in die einzelnen Regionen

Stadt Trier In der Stadt Trier schlägt der Anstieg der Winterarbeitslosigkeit vergleichsweise geringer zu Buche als in den umliegenden Landkreisen. 3.152 Männer und Frauen sind in der Römerstadt auf Jobsuche. Das sind 63 mehr als im Vormonat und im Dezember 2015. Die Arbeitslosenquote steigt im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Erfreulich ist das Bild bei der Langzeitarbeitslosigkeit. Zwar sind noch immer 845 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos, jedoch ist die Zahl zum Vormonat um 24 gesunken. "Es bleibt trotz der Entwicklung unsere dringlichste Aufgabe im Jahr 2017, sozial benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft berufliche Perspektiven zu eröffnen. Dazu gehören langzeitarbeitslose Menschen genauso wie die Flüchtlinge, die ihr Glück in Trier suchen", sagt Heribert Wilhelmi. Im Dezember haben sich insgesamt 943 Personen neu oder erneut bei der Arbeitsagentur und dem Trierer Jobcenter gemeldet. Im gleichen Zeitraum konnten 886 Triererinnen und Trierer ihre Arbeitslosigkeit beenden, 247 dadurch, dass sie eine neue sozialversicherungspflichtige Stelle angetreten haben. Die anderen haben sich zum Beispiel selbständig gemacht, eine Weiterbildung begonnen oder aus anderen Gründen abgemeldet. Landkreis Bernkastel-Wittlich Im Landkreis Bernkastel-Wittlich sind im Dezember 2016 mit 2.365 Menschen 145 Personen mehr arbeitslos gemeldet als im November und 45 mehr als im Dezember 2015. Auch die Arbeitslosenquote steigt damit im Vergleich zum November um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Im Landkreis Bernkastel-Wittlich ist damit der saisonale Ausschlag bei der Arbeitslosigkeit im Winter besonders spürbar. In den vergangen vier Wochen meldeten sich 818 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat sind das 45 Personen mehr. Insgesamt 662 Menschen haben einen Weg aus der Arbeitslosigkeit gefunden. Unter den aktuell 1.306 arbeitslosen Männern und 1. 059 arbeitslosen Frauen befinden sich 290 unter 25-Jährige, 847 über 50-Jährige und 571 Ausländer. Die Jobsuchenden aus der Region Bernkastel-Wittlich können derzeit aus 1.034 freien Stellenangeboten wählen, was einer Steigerung von rund 18 Prozent im Vergleich zum Dezember des Vorjahres entspricht. Auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich gibt es positive Signale bei den Langzeitarbeitslosen. Die Zahl der aktuell 559 Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind hat sich zum Vormonat zwar nur um zwei verringert, jedoch im Vergleich zum Dezember 2015 um 21. Eifelkreis Bitburg-Prüm Im Eifelkreis Bitburg-Prüm steigt die Arbeitslosenquote leicht von 3,0 Prozent im November auf nun 3,1 Prozent. Dennoch bestätigt sich auch zum Jahresende, dass der Eifelkreis innerhalb des Agenturbezirks der Agentur für Arbeit Trier die Region mit der niedrigsten Arbeitslosenquote ist. Mit Stand Dezember waren im Eifelkreis 1.636 Bürger ohne Arbeit. Unter den 928 arbeitslosen Männern und 708 arbeitslosen Frauen befinden sich 219 unter 25-Jährige, 536 über 50-Jährige und 341 Ausländer.Im Monat Dezember haben sich im Eifelkreis 461 Menschen arbeitslos melden müssen. Gleichzeitig haben jedoch auch 369 den Weg aus der Arbeitslosigkeit gefunden. Kreis Vulkaneifel Die Arbeitslosenquote ist im Vulkaneifelkreis zum Jahresende im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent gestiegen. Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist jahreszeitüblich. 1.465 Männer und Frauen sind derzeit auf Jobsuche, 55 mehr als im November und 34 mehr als im Dezember 2015. Unter ihnen befinden sich 170 unter 25-Jährige, 535 über 50-Jährige und 265 Ausländer. In den vergangenen vier Wochen meldeten sich 311 Menschen bei Arbeitsagentur und Jobcenter arbeitslos. 258 Männer und Frauen fanden den Weg aus der Arbeitslosigkeit, davon haben 84 eine sozialversicherungspflichtige Stelle angetreten. Die Jobsuchenden in der Vulkaneifel können aktuell aus einem Angebot von 513 freien Stellen wählen. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeber-Service 1.582 freie Stellen von regionalen Betrieben gemeldet. Landkreis Trier-Saarburg Auch im Landkreis Trier-Saarburg ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat leicht angestiegen. Mit insgesamt 2.548 Personen waren zum Jahresende hin 110 Menschen mehr auf Jobsuche als noch im November. Die Arbeitslosenquote ist mit 3,2 Prozent zwar 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat, jedoch identisch mit dem Wert aus Dezember 2015. Im Landkreis Trier-Saarburg zeichnet sich ebenfalls eine positive Tendenz bei der Entwicklung der Langzeitarbeitslosen ab. Zwar hat sich die Zahl der aktuell 680 Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind im Vergleich zum Vormonat um vier erhöht. Jedoch der Langzeitvergleich mit dem Dezember 2015 zeigt eine Verringerung um 32. Im Landkreis Trier-Saarburg haben sich im Dezember 708 Menschen neu oder erneut bei Arbeitsagentur und Jobcenter gemeldet, 36 Personen mehr als im November. 581 Männer und Frauen haben im Dezember einen Weg aus der Arbeitslosigkeit gefunden. Die arbeitslosen Menschen können im Landkreis Trier-Saarburg aktuell aus 769 Stellenangebote wählen.