Basketball: Gladiators besiegen Leverkusen

78:69 Heimerfolg dank grandiosem Geist

Trier. Souveräner Sieg gegen Aufsteiger aus dem Rheinland. Beste Werfer für Trier: Jordan Geist (30 Punkte) und Till Gloger (12). Nächstes Spiel am 7. Dezember auswärts bei den Artland Dragons in Quakenbrück.

Rupert Hennen, Jordan Geist, Kyle Dranginis, Stefan Ilzhöfer und Till Gloger, so lautete die Starting Five, die Triers Headcoach Christian Held im Heimspiel gegen die Bayer Giants Leverkusen aufs Parkett schickte. Im Samstagsspiel in der Barmer 2. Basketball Bundesliga mussten die Trierer zwar auf ihren Kapitän Simon Schmitz (Ödem am Sprunggelenk) verzichten, konnten aber Thomas Grün nach überstandenem Muskelfaserriss zurück auf dem Spielfeld begrüßen.

Starkes erstes Viertel legt den Grundstein

Tim Schönborn eröffnete das Spiel mit einem Treffer aus der Distanz für Leverkusen (3:0). Die erste Trierer Führung besorgte Stefan Ilzhöfer, ebenfalls per Dreier, zum 4:3. Die Bayer Giants bewegten den Ball zu Beginn gut und konnten sich durch Offensivrebounds zweite Chancen erarbeiten. Die Folge? Eine erste 6:10-Führung für die Gäste. Ein Lichtblick für Trier: Das frühe zweite Foul für Leverkusens Topscorer Nick Hornsby, Mitte des ersten Viertels. Mitte des ersten Viertels feierte dann auch Thomas Grün sein Comeback, den in den Wochen zuvor ein Muskelfaserriss außer Gefecht gesetzt hatte. Prompt schloß der Luxemburger einen Schnellangriff zum 10:12 Zwischenstand ab. Kevin Smit und erneut Grün sorgten im Anschluss für die neuerliche Trierer Führung (18:14), in einer temporeichen Partie. Der Fastbreak-Dreier vom zu Beginn sehr starken Jordan Geist brachte dann gar das 21:14 und mit einer 22:17-Führung beendete Trier das erste Viertel.

Sieben Punkte Vorsprung zur Halbzeit

Im zweiten Viertel sorgte der eingewechselte Lucien Schmikale früh für Freude: Per „And one“ zum 27:19 für die Gladiatoren. Der Dreier von Lucien Schmikale zum 32:19 brachte kurz darauf die erste zweistellige Trierer Führung und wurde von Leverkusens Headcoach Hansi Gnad mit einem resignierten Kopfschütteln zur Kenntnis genommen. Hornsby kam zurück und brachte Leverkusen wieder ran (32:24). Aber Trier blieb ruhig, punktete unter anderem über Geist und Gloger und führte Mitte des Viertels 36:26. Was auch immer die Giants in diesem zweiten Spielabschnitt versuchten - ob Zonenverteidigung um den baumlangen Center Dennis Heinzmann oder „Drive and Kick“ in der Offensive – die Römerstrom Gladiators hatten zumeist eine Antwort gegen den ProB-Aufsteiger. Folgerichtig konnten die Hausherren mit einer 40:33-Führung in die Halbzeit gehen.

Drittes Viertel: Gladiatros verdoppeln Vorsprung

Leverkusen kam mit Punkten von Eddy Edigin Jr. zum 40:35 aus der Kabine. Aber angetrieben vom starkem Heim-Publikum ließen sich die Gladiatoren davon nicht schrecken. Mit einem sehenswerten Dreier aus der Ecke stellte Hennen zur Mitte des Viertels wieder auf eine zweistellige Führung für Trier (52:39). Aber auch der sehr starke Jordan Geist setzte im dritten Viertel immer wieder wichtige Akzente und näherte sich der 20-Punkte-Marke. Dass er diese nicht bereits im dritten Viertel durchbrach lag auch am starken Kevin Smit, der von der Bank für viel Entlastung sorgte und zu diesem Zeitpunkt bereits acht Punkte verbuchen konnte. In diesem Abschnitt konnten die Gladiatoren ihren Vorsprung von sieben auf 14 Zähler verdoppeln – Spielstand nach 30 Minuten: 60:46.

Geist-Solo sichert den Sieg - Insgesamt 30 Punkte für Trierer Rookie

Würde die Mannschaft von Christian Held diese Führung ins Ziel bringen können? Nick Hornsby stemmte sich jetzt mit einem Korbleger für Leverkusen dagegen, hatte aber zu diesem Zeitpunkt erst acht Punkte auf der Haben-Seite. Den US-Amerikaner der Gäste hatte Trier bis dahin sehr gut im Griff. Allerdings hatte Hornsby auch während der gesamten Partie mit Foulproblemen zu kämpfen: Vier Regelverstöße waren es nach nur etwas mehr als einer Minute im Schlussabschnitt. Doch seine Teamkollegen drehten jetzt auf. Etwa Dennis Heinzmann am Brett, zum 60:53. Die Bayer Giants waren jetzt wieder da. Und auch Michael Kuczmann, Sohn von Giants-Geschäftsführer Achim Kuczmann, hatte einen starken Tag erwischt. Kuczmann traf per Dreier zum 62:56. Triers Headcoach Christian Held versuchte mit einer Auszeit Ruhe und Struktur ins Spiel seiner Mannschaft zurück zu bringen. Jordan Geist hatte die Botschaft gehört. Für ihn ging es „from Coast to Coast“ zum „And One“ und zur 65:56-Führung für die Gladiators. Leverkusen kam dann nochmal auf sechs Punkte heran (69:63) und es verblieben noch viereinhalb Minuten Spielzeit. Im darauffolgenden Angriff dann der fünfte Block von Dennis Heinzmann gegen Till Gloger und im Gegenzug das Foul von Jordan Geist beim Dreierversuch von Sheldon Eberhardt. Nur noch 69:65. Kapitän Jermaine Bucknor ging für Trier nun mit Einsatz – und Punkten – voran. 72:67, noch zwei Minuten in der Arena Trier. Angetrieben vom lautstarken Publikum besorgte Jordan Geist den entscheidenden Treffer mit einer sehenswerten Solo-Aktion. Überragende 30 Punkte standen für den Rookie am Spielende zu Buche. Trier besiegt Leverkusen mit 78:69 in heimischer Halle.

Am kommenden Wochenende ist für die Trierer Profis spielfrei. Weiter geht die Saison am 7. Dezember 2019, mit dem Gastspiel bei den Artland Dragons in Quakenbrück.

Stimmen zum Spiel


Christian Held, Headcoach Römerstrom Gladiators Trier: “Wir haben heute viel richtig gemacht. Außer beim Rebound, aber da ist Leverkusen auch sehr stark. Es war heute ein Mannschaftserfolg, alle Spieler kamen mindestens 10 Minuten zu Einsatz.“

Hansi Gnad, Headcoach Bayer Giants Leverkusen: “Trier hat heute verdient gewonnen und viel richtig gemacht. Die Zahlen sprechen Bände: Wir hatten zu viele Ballverluste, waren auch an der Freiwurflinie schlecht. 38% sind inakzeptabel. Die Niederlage tut weh, keine Frage.“

Für Trier spielten:

Kyle Dranginis (2 Punkte), Kevin Smit (8), Jermaine Bucknor (4), Rupert Hennen (5), Lucien Schmikale (8), Kilian Dietz (1), Thomas Grün (6), Stefan Ilzöfer (2), Jordan Geist (30) und Till Gloger (12).

 

Beste Werfer Bayer Giants Leverkusen:

Michael Kuczmann (13), Colter Lasher (11) und Sheldon Eberhardt (10) 

RED/Foto:Simon Engelbert, PHOTOGROOVE


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