Nur zweimal noch mehr Zuschauer

Nachklang zum 91:76-Heimsieg der Gladiators gegen Paderborn

Trier. Erstmals schlossen die Römerstrom Gladiators ein Jahrzehnt ab. Beileibe nicht nur der 91:76-Heimsieg gegen Paderborn und die Spiel-Qualität rechtfertigten das Prädikat "krönend" für diesen Abschluss.

Von Bernd Schneider

Erstmals in dieser Saison lag die Zuschauerzahl oberhalb von dreitausend (Weihnachtsgeschenkwunsch von Hallensprecher Christian Schmidt), sogar oberhalb von viertausend. Erstmals seit Gründung der Gladiators stehen schon beim Jahreswechsel mehr als acht Saisonsiege zu Buche, sogar mehr als neun. Nie zuvor hatten die Gladiators wie jetzt im Dezember 2019 eine Monatsbilanz von 5:0. Das höchste der bisherigen Gefühle war ein 5:1 im März 2018. Der Durchschnitt der eigenen Korbpunkte lag per Hauptrunde-Ende bestenfalls 2,363 unter dem jetzigen, bei Heimspielen sogar 3,501.

Der neue Serienrekord wurde vielleicht nur auf den 4. Januar nach Karlsruhe verschoben und "lediglich" eingestellt:  Sechs Siege in Folge schafften die Gladiators auch im ersten Quartal 2018.

All dies ist kein Zufall, sondern die Folge einer äußerst effektiven Harmonie der Mannschaft. Diesen Begriff gebrauchte auch Paderborns "schwer" beeindruckter Trainer Steven Esterkamp, als er die Ursachen für den gegnerischen Erfolg zum Hinrunde-Ausklang aufzählte. Man habe froh sein können, gegen eine "sehr, sehr gute Mannschaft" zur Pause mit nur fünf Punkten in Rückstand gewesen zu sein. Bei Sieger-Trainer Christian Held war die Fazit-Überschrift weder  "begeistert" noch "sehr zufrieden", sondern "zufrieden". Hintergrund: Einiges vor der Halbzeitpause gefiel dem 31-Jährigen nicht. Drastisch machte der mit 19 Korbpunkten erfolgreichste aller Spieler des Abends seinem Verdruss Luft: "Wir standen uns selber im Weg", fand Paderborns Center Martin Seiferth. Kein Wunder, was Seiferths Positionskollege Till Gloger, der sich in einem "gut zusammengestellten Team" wähnt, als Vorsatz fürs neue Jahr nennt: "So weitermachen!" Glogers Andeutung "sehr gutes Personal" könnte man so konkretisieren: Vier Akteure, um die jeder andere Zweitligist den rheinland-pfälzischen beneiden muss. Als da sind Gloger selber (siehe unten) sowie unter anderem wegen ihrer jeweils blendenden Technik Chase Adams, Jermaine Bucknor und Jordan Geist. Dieses "Spitzenquartett" wird ergänzt durch sieben Akteure, die ausnahmslos ebenfalls über Starting-Five-Tauglichkeit verfügen. Wahrlich eine sehr gute Besetzung.

Statistik des Tages

  • Personalien:  Der schon in Schwenningen fehlende Kevin Smit war bei den Gladiatoren wegen einer Schulterverletzung erneut nicht mit von der Partie.
  • Die Zuschauerzahl 4187 war die drittgrößte der Gladiators-Geschichte, übertroffen lediglich von den 5211 und den 5098 bei den beiden verlorenen Playoff-  bzw. Halbfinal-Heimspielen gegen Crailsheim im April 2018. Zwischen 4000 und 5000 lag man bisher lediglich im März 2018 und im März 2019 bei Siegen gegen Chemnitz (4167, Gesamt-Nummer vier) bzw. gegen Rostock (4087, Rekord der vorigen Saison).
  • Die Viertel-Separation vom 28. Dezember:  21:16,  21:21,  22:18,  27:21.
  • Detaillierte Gegenüberstellung Trier-Paderborn:  Dreier 12:9   (Erfolgsquoten 41:35 Prozent),  Freiwurf-Treffer 11:13,   Freiwurf-Flops 6:7,  Rebounds 47:36, Steals 7:7
  • Die größten fünf Einsatzzeiten auf Gladiators-Seite (Sekunden): Gloger 1940, Dranginis 1557,  Adams 1424,  Geist 1235,  Ilzhöfer 1213.
  • Die größte Punktezahl eines Gladiators in einem Viertel:  11 Gloger (im letzten Viertel).                    
  • Gloger war mit seinen insgesamt 18 Zählern zum neuntenmal Topscorer des Teams.
  • Die Bilanz aus sämtlichen Begnegungen TR-PB und umgekehrt lautet nunmehr 5:4, in Trier 4:1.      
  • Die erfolgreichsten zehn Gladiators-Korbschützen der Hinrunde (in Klammern die Spielezahlen):  Geist 290 (16),   Glover 270 (16),  Bucknor 146 (15),  Dranginis 131 (16),  Smit 81 (14), Ilzhöfer 78 (15), Schmikale 69 (16), R.Hennen 64 (16),  Grün 61 (13), Schmitz 58 (9).  

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