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"bunt statt blau": Kreative Plakate gegen das Komasaufen

Die Aktion "bunt statt blau" soll Schüler auf kreative Weise mit dem Thema Alkoholmissbrauch konfrontieren. Auch in diesem Jahr nahmen Schüler des Konzer Gymnasiums an dem bundesweiten Plakatwettbewerb teil. Greta Tödtmann und Lina Bucher belegten dabei den zweiten Platz in Rheinland-Pfalz.
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Mit ihrem Plakat belegten Greta Tödtmann (14 Jahre) und Lina Bucher (13 Jahre) den zweiten Platz in Rheinland Pfalz. Foto: FF

Mit ihrem Plakat belegten Greta Tödtmann (14 Jahre) und Lina Bucher (13 Jahre) den zweiten Platz in Rheinland Pfalz. Foto: FF

Jedes Bild hat eine eigene Botschaft, mit denen die Teilnehmer auf Risiken des Rauschtrinkens aufmerksam machen: Mit bunten Bildern und frechen Sprüchen hatten sich über 120 Schüler vom Gymnasium Konz an dem Plakatwettbewerb beteiligt und klären damit um über die Gefahren beim Rauschtrinken auf. Die Schüler wurden nun für ihr Engagement beim Plakatwettbewerb geehrt - ihre Plakate waren in den vergangenen Jahren stets unter den besten Plakaten in Rheinland-Pfalz.
Neben der Ehrung der besten Plakate gestaltete der Regionale Arbeitskreis Suchtprävention für die Schüler des Konzer Gymnasiums einen Präventionstag. So nahmen die Jugendlichen an mehreren "berauschenden Parcours" und an einem polizeilichen Aufklärungsvortrag über die unkontrollierbaren legal highs, teil. Gerade die Risiken von legal highs werden von Jugendlichen völlig unterschätzt. Zum Abschluss wurde ein Spielfilm über die Lebenswelt von Kindern aus einer suchtbelasteten Familie gezeigt. Insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr 10.500 Schüler aus ganz Deutschland an dem Plakatwettbewerb gegen das "Komasaufen" bei Jugendlichen. 

Aktion "bunt statt blau"

Jedes Jahr landen rund 26.000 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftungen im Krankenhaus – davon 4.000 im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Nach einer aktuellen Studie beteiligen sich 40 Prozent der Schüler regelmäßig am Rauschtrinken. Die Aktion "bunt statt blau" ist eine Kampagne der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Gestartet ist sie vor sechs Jahren. Seitdem haben mehr als 70.000 Jungen und Mädchen an dem Wettbewerb teilgenommen. Der Arbeitskreis Suchtprävention in der Region Trier will zu einer offenen Debatte über das Thema anregen.  Hierzu wurde die Schüler-Plakate in Trier ausgestellt. Wenn Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention und ein Schüler-Plakat sagt oft mehr als ein Info-Flyer, so die Meinung des Arbeitskreises.


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